Massaker in Australien: Dutzende Koalas werden von Bulldozer getötet
© Animals Australia@Twitter
Massaker in Australien: Dutzende Koalas werden von Bulldozer getötet

Massaker in Australien: Dutzende Koalas werden von Bulldozer getötet

Nachdem im Süden Australiens eine Eukalyptus-Plantage abgeholzt worden ist, müssen Dutzende Koalas sterben. Jetzt wird ermittelt.

Das Umweltministerium des australischen Bundesstaates Victoria spricht von einem "äußerst erschütternden Vorfall" und kündigt an, Untersuchungen einzuleiten. Nachdem die Population und der Lebensraum der Koalas bereits durch die heftigen Feuer in Australien stark dezimiert wurden, ist dieses Ereignis an Grausamkeit kaum zu übertreffen.

Menschliches Irren?

Dem Verein Australian Forest Product Association zufolge wurden die Eukalyptusbäume in der Nähe von Portland im vergangenen Dezember ordnungsgemäß und unter Berücksichtigung des Tierwohls gefällt. Die restlichen Bäume, auf denen die Koalas lebten, wurden anschließend von einem unbekannten Auftraggeber ohne erkennbaren Zweck abgeholzt.

Koala-Massengrab

Die Umweltschutzorganisation Friends of The Earth spricht von einem schrecklichen Massaker. Viele Anwohner berichten, wie die toten Koalas von einem Bulldozer aufeinander gestapelt wurden und die Behörden bestätigen dies. Etwa 80 Koalas haben überlebt und wurden meist ausgehungert und dehydriert in Obhut genommen.

Keiner will’s gewesen sein

Der Staat Victoria will die Verantwortlichen dieses Massakers nicht ungeschoren davonkommen lassen und droht mit strengen Haftstrafen, was den Verein Australian Forest Product Association unter Zugzwang setzt:

Sollte es sich tatsächlich um eine vorsätzliche, von Menschenhand geplante Tat handeln, erwarten wir, dass dieses Unternehmen unverzüglich Maßnahmen gegen die Verantwortlichen ergreift.

Obwohl der Verein Australian Forest Product Association alle Anschuldigungen von sich weist, will er jetzt eigene Ermittlungen einleiten.

Noch ist unklar, wer die Bäume abgeholzt hat, doch es war auf keinen Fall eine Plantage oder ein Forstbetrieb.
Von Sarah Kirsch

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