Deutscher Streamer geht bei Weltrekord ans Limit: "Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das nie gemacht"
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Deutscher Streamer geht bei Weltrekord ans Limit: "Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das nie gemacht"

Es gibt einen neuen Battle, der unter Streamern auf Twitch herrscht, und es ist ein deutscher Streamer, der den amerikanischen Vorreiter schlägt. Doch gesund ist dieser neue Weltrekord keineswegs.

Twitch bietet auf seiner Plattform die Möglichkeit, ihr Leben zu streamen. Während die einen Challenges machen und befolgen, was ihre Viewer von ihnen sehen wollen und sogar Yoga auf dem Drehsessel absolvieren, müssen sich andere ihren Hatern stellen.

Doch zuletzt sorgt ein Duell 2.0 auf Twitch für Aufregung: Der amerikanische Twitch-Streamer GiantWaffle versucht einen neuen Weltrekord aufzustellen zur "längsten Livetime innerhalb von 30 Tagen", doch zeitgleich fordert ein Deutscher seine Ausdauer heraus und übertrifft den Amerikaner schließlich.

Diese Ausdauer ist nicht gesund

Doch dieser Battle ist alles andere als gesund, denn er geht darum, wer wie lange man streamen kann. GiantWaffle setzt sich zum Ziel, mindestens 570 Stunden pro Monat sein Leben im Online-Modus zu filmen und live zu übertragen. Der Höchststand war zu dieser Zeit 569 Stunden von JayBigs.

Ein Duell ist jedoch zu Beginn gar nicht geplant. Der Amerikaner namens GiantWaffle plant drei Montate vorher bereits, einen neuen Rekord im November aufzustellen. Schließlich kommt er auf 572 Stunden, die er in diesem Monat auf Twitch streamt.

Er muss sich intensiv auf den Streaming-Marathon vorbereiten, denn dieser ist gar nicht so einfach zu absolvieren. Um im November jeden Tag mindestens neunzehn Stunden live zu sein, verkürzt der amerikanische Streamer bereits drei Monate vorher seinen Schlaf und versucht, sich so gesund wie möglich zu ernähren. Er weiß, dass es absolut nicht gesund ist, sich an einem solchen Vorhaben zu versuchen:

Neunzehn Stunden am Tag zu streamen ist nicht gesund. Das ist sehr offensichtlich und ich bin mir dessen bewusst. Aber eine Menge Leute probieren Rekorde zu brechen und pushen sich dabei in vielerlei Hinsicht selbst ans Limit, was ebenfalls oft nicht als gesund betrachtet wird. Es ist nicht einfach und war auch nie so gedacht.

Doch er ist sich auch bewusst, dass ihn dieses Vorhaben größere Reichweite, mehr Zuschauer und Abonnenten bringen könnte. Als er seinen Weltrekord aufstellt, beweist sich das als richtig: Vier- bis zehnmal höher sind seine Werte bei Watchtime und die Zahl der Fans steigt rasant in die Höhe.

Ans Limit gehen, indem stundenlang Videogames gespielt und dabei aktiv gestreamt wird, ist mehr als nur auslaugend für den Körper.   Westend61 / Getty Images

Mit deutschem Streamer im Duell

Während der Amerikaner den Weltrekord einfährt, ist der deutsche Streamer namens Seansstream gerade dabei, sich genau wie er dem Weltrekord von JayBigs zu stellen und spielt dabei Videospiele. Doch der Deutsche hat seine Messlatte eindeutig höher positioniert und übertrifft somit den Amerikaner mit unglaublichen 23 Stunden und streamt im November ganze 595 Stunden.

Das Verrückte an der Sache: Seansstream gibt in einem Interview mit Mein-MMO.de an, dass er nichts von dem Vorhaben GiantWaffles wusste und sich das Duell daher ohne Absicht ergeben hätte:

Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das gar nicht gemacht. Wir haben es beide auch erst etwa nach der Hälfte erfahren. Wenn daraus ein Wettbewerb gemacht wird, wird es gefährlich, weil man dann immer versucht, besser zu sein und sich irgendwann übernimmt.

Seansstream bricht zwar den Weltrekord der Streamer, die am längsten in einem Monat live streamen, doch für GiantWaffle hat sich der Versuch, den Weltrekord zu brechen, mehr gelohnt. Durchschnittlich kann er um die 5.085 Viewer verzeichnen, Seansstream hingegen nur 255.

Von Maximilian Vogel
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