Neuer Rekord: Ein 45 Meter langes Tier in der Nähe Australiens entdeckt
Neuer Rekord: Ein 45 Meter langes Tier in der Nähe Australiens entdeckt
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Neuer Rekord: Ein 45 Meter langes Tier in der Nähe Australiens entdeckt

Bei einer einmonatigen wissenschaftlichen Expedition in den Gewässern Australiens haben die Forscher einen erstaunlichen Fund gemacht.

Im März begibt sich ein wissenschaftliches Team mit dem Meeresforschungsschiff Falkor auf eine Expedition in die Gewässer Australiens, um das Korallenriff von Ningaloo zu untersuchen. Dort machen sie einen unglaublichen Fund.

Das größte Tier, das jemals gesehen wurde

Als sie den Meeresboden untersuchen, stoßen sie auf eine unbekannte Kreatur. Die Wissenschaftlerin Nerida Wilson vom Western Australian Museum berichtet von dem Moment, als der Unterwasserroboter SuBastian das Tier aufzeichnet.

Es sah aus wie ein irrsinniges UFO. Wir haben bereits vermutet, dass diese tiefen Gewässer reich sind, doch das, was wir dann gesehen haben, hat uns völlig beeindruckt.

In 600 Meter Tiefe gelingt es den Wissenschaftlern, ein Tier mit langen Fäden zu filmen, das sich als Staatsqualle entpuppt. Die daraus entstandenen Bilder sind wunderschön.

Quallen können eine Länge von 45 Metern erreichen  Searsie@Getty Images

Das bis dato größte bekannte Tier war die Gelbe Haarqualle, die mit ihren Tentakeln eine Länge von 36 Metern erreichen kann. Diese Staatsqualle hingegen hatte den Wissenschaftlern zufolge eine beeindruckende Länge von 45 Metern und ist somit das bisher größte gesichtete Tier der Welt.

Eine Expedition voller Entdeckungen

Das Erstaunlichste an diesem Tier ist, dass es sich aus zahlreichen unterschiedlichen Organismen zusammensetzt. Jeder davon übernimmt eine andere Funktion: Manche fangen Beute, andere verdauen sie und wieder andere pflanzen sich fort.

Angeführt wurde die Expedition von dem 2009 gegründeten Schmidt Ocean Institute. In einer Pressemitteilung berichten sie von den zahlreichen anderen Entdeckungen, die während dieser Forschungsreise gemacht wurden.

Die Entdeckung der Staatsqualle war nur eine von vielen außerordentlichen Entdeckungen, darunter Fische und wirbellose Meerestiere, die nie zuvor in einer solchen Tiefe im Westen Australiens gesichtet worden sind. Die Wissenschaftler des Western Australian Museum haben an Bord des Forschungsschiffs Falkor vom Schmidt Ocean Institute 30 bisher unbekannte Meeresspezies entdeckt.

Die Mitbegründerin des Instituts, Wendy Schmidt, erklärt die Bedeutung dieser Entdeckungen auch für die Forschung:

Unser Planet ist in sich eng verbunden, was aus hoher See passiert, hat Einfluss auf das Leben an Land, und umgekehrt. Die Canyons von Ningaloo sind nur eines der vielen Unterwasserwunder, die wir entdecken können und die uns helfen können, unseren Planeten besser zu verstehen.
Von Martin Gerst

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