Luftverschmutzung: Diese künstlichen Bäume reinigen wie 368 Bäume

Luftverschmutzung: Diese künstlichen Bäume reinigen wie 368 Bäume

Im Kampf gegen die Erderwärmung betreiben viele Länder massive Aufforstung. Zu dem gleichen Zweck stellt ein Start-up kürzlich die Prototypen künstlicher Bäume vor, die in der Lage sind, Treibhausgase in Sauerstoff umzuwandeln.

Die Folgen der Luftverschmutzung

Immer mehr Menschen sterben an den Folgeerkrankungen der Luftverschmutzung – eine alarmierende Tatsache, die bereits seit mehreren Jahrzehnten bekannt ist. Heute sterben durch diese Ursache jährlich sieben Millionen Menschen - Tendenz steigend, wenn man bedenkt, dass bis 2050 71 Prozent der Weltbevölkerung voraussichtlich in Städten leben werden. Gegen die weltweite Umweltverschmutzung bietet uns die Natur unterschiedliche Lösungen (CO2-Aufnahme durch Ozeane und Wälder), die jedoch angesichts der menschlichen Exzesse zunehmend an ihre Grenzen stoßen.

Technologie zum Schutze der Umwelt

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In Mexiko stellt das Start-up BiomiTech die Prototypen künstlicher Bäume unter dem Namen BioUrban vor. Diese vier Meter hohen Metallbäume verfügen über ein Filtersystem aus Mikroalgen, die in der Lage sind, Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln, und gleichzeitig andere Schadstoffe wie Stickoxid und Feinstaubaus der Luft zu filtern. Das Start-up möchte es schaffen, dass jeder einzelne dieser Bäume pro Jahr 13 Millionen Kubikmeter Luft reinigen kann, dies entspräche der Leistung von 368 echten Bäumen.

Eine Speziallösung nur für Städte

Ziel dieses Projekts ist es nicht, alle pflanzlichen Lebensformen durch Metallkonstrukte zu ersetzen und mit der Aufforstung aufzuhören. Vielmehr möchte man, wie Jaime Ferrer, Mitbegründer von BiomiTech, erklärt, die Luft dort, wo es auf natürliche Weise nicht möglich ist, reinigen:

"Diese Bäume können an Orten mit hohem Verkehrsaufkommen und Menschenandrang aufgestellt werden, dort wo es nicht möglich ist, einen Hektar Bäume zu pflanzen."

Drei BioUrban-Bäume wurden bereits zum Testen aufgestellt, und weitere könnten bald für den Preis von 50.000 Dollar pro Baum in Mexiko "verpflanzt" werden. Auch in Deutschland verfolgt das Start-up Green city ein ähnliches Ziel. Sie entwickeln eine Pflanzenwand, die die Luft mithilfe "City tree" genannter Mooskulturen reinigt. Derartige Maßnahmen werden immer häufiger in unterschiedlichsten städtischen Projekten eingesetzt, um die Luftverschmutzung zu reduzieren. Dies zeigt auch der Bau des größten Luftreinigers der Welt in China.

Lea Pfennig
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