Problem Luftverschmutzung: Experten enthüllen, wie es um unser Atmen wirklich steht

Problem Luftverschmutzung: Experten enthüllen, wie es um unser Atmen wirklich steht

Atmen ist lebensnotwendig. Doch was tun, wenn das Atmen zum Problem wird? Eine Studie enthüllt nun, wie es um unsere Gesundheit in Beziehung zur Luft wirklich steht.

Am 18. September 2019 jährte sich in Frankreich zum fünften Mal der nationale Tag gegen die Luftverschmutzung. Dabei wird daran erinnert, welchen drastischen Punkt die Luftverschmutzung bereits einnimmt: Neun Millionen vorzeitige Todesfälle gehen auf das Konto der Luftverschmutzung und stehen gegen sieben Millionen durchs Rauchen bedingte Todesfälle dieser Art. Krankheiten wie Asthma, Allergien, Krebs, Herz-Kreislauf- und Atemwegs-Probleme sind in ständigem Vormarsch. Das muss nicht sein.

Bei der steigenden Tendenz kommt die beunruhigende Frage auf: Wird die Luftverschmutzung bald gefährlicher sein als Alkohol und Tabak oder ist sie das sogar schon?

Einer Studie des Max-Planck-Instituts (MPI) soll Feinstaub für etwa ebenso viele vorzeitige Todesfälle verantwortlich sein wie das Rauchen. Feinstaub, Stickstoffdioxid, Ozon, Schwefeldioxid... Ein tödlicher Cocktail, den wir auf der Straße, bei uns zu Hause, bei der Arbeit und in der U-Bahn atmen. Tödlicher noch als Alkohol und Zigaretten.

Zunehmende Luftverschmutzung

Hauptverursacher dieser Verschmutzung ist der Mensch: Seit mehr als 150 Jahren tragen Verkehr und Transport, Heizung, Landwirtschaft und Müllverbrennung dazu bei.

Neben diesen Schadstoffen sind es auch Partikel, die aufgrund ihrer Größe und chemischen Natur giftig sind wie Benzol, Blei, Quecksilber, Stickoxide, Kohlenmonoxid, Pollen und Schimmelpilze.

Die Auswirkungen dieser Luftverschmutzung auf die Gesundheit hängen von der Art und der Menge der inhalierten Giftstoffe ab, sowie von der Lebensweise und den Lebensgewohnheiten (wie beispielsweise dem Tabakkonsum) und der Empfindlichkeit der jeweils ausgesetzten Personen bzw. Personengruppen (Kindern, Senioren, Schwangeren, Asthmatikern, Herzkranken, usw.).

Die französische Agentur Ademe (Agence de l'environnement et de la maîtrise de l'énergie) ist hier klar und deutlich. Typische Beschwerden und Symptome sind Augenbrennen, Reizungen von Hals und Nase, Übelkeit, Erbrechen, Atembeschwerden und Ähnliches.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat Luftverschmutzung als potenziell krebserregend eingestuft. Auch Asthmaerkrankungen sollen eine direkte Folge der Luftverschmutzung sein. Die Anzahl Asthmaerkrankter hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt…

Das Problem Luftverschmutzung sollte daher Priorität sein. In der Forschung werden Entwicklungen von künstlichen Bäumen zur Luftreinigung und Türmen in China, die gegen Smog kämpfen sollen, mit Hoffnungsschimmer mitverfolgt.

Gefährlicher Feinstaub

Dazu kommt die heimtückische und unsichtbare Belastung durch den Feinstaub. Winzige Partikel, die 5.000 Mal kleiner sind als ein Sandkorn und die bisher bei Luftqualitätsmessungen nicht unbedingt erfasst werden konnten. Dabei sind gerade diese hochfeinen Partikel eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit.

Hauptverursacher der Feinstaubbelastung sind Diesel- und Benzinmotoren sowie Heizanlagen. Aber es gibt auch genügend Alltagsgegenstände, die Feinstaub produzieren. Und gefährlich sind die winzigen Partikel vor allem, weil sie ungehindert und dauerhaft in den Organismus eindringen und dort Schäden sowohl in den Atemwegen als auch im Herz-Kreislauf-System verursachen können.

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Sie erhöhen unter anderem das Schlaganfall-Risiko und gelangen über das Blut bis in die Plazenta von Schwangeren - und so auch in das ungeborene Kind, dessen kognitive Entwicklung sie beeinträchtigen können.

Maximilian Vogel
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