Jedes zweite Putzmittel ist gesundheitsschädlich, wenn nicht sogar hochgiftig

Jedes zweite Putzmittel ist gesundheitsschädlich, wenn nicht sogar hochgiftig

Es wurden mehr als hundert Putzmittel und Haushaltsreiniger unter die Lupe genommen: Dabei wurde mit Erschrecken festgestellt, dass selbst sogenannte umweltfreundliche Produkte gesundheits- oder umweltschädliche Inhaltsstoffe enthalten. Mit einer Online-Petition setzt sich ein Magazin jetzt für eine bessere Beschriftung dieser Produkte ein.

Des Öfteren wurde bereits festgestellt, dass das Putzen ungesünder als das Rauchen sei und dass es besonders für Männer besonders gefährlich werden kann.

Das französische Konsumenten-Magazin 60 Millions de consommateurs (übersetzt: 60 Millionen Konsumenten) setzt sich für eine bessere Beschriftung sämtlicher Putzmittel und Haushaltsreiniger ein. Die Experten der Zeitschrift heben in einer Pressemitteilung hervor:

„Die Produkte, mit denen wir unsere Böden, Küchen und Toiletten reinigen enthalten unzählige gesundheitsschädliche und umweltfeindliche Inhaltsstoffe, ohne die leiseste Information in Klartext darüber.“

In einer neuen Ausgabe bestätigt die Zeitschrift, 108 Haushalts- und Putzmittel unter die Lupe genommen zu haben und zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen zu sein: Die Hälfte der untersuchten Produkte ist schädlich, wenn nicht sogar hochgiftig. Sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt.

Auf was kann man sich heute noch verlassen… Und wem trauen?

„Selbst auf Produkte mit Umweltzeichen ist nicht unbedingt Verlass. In einigen dieser Produkte haben wir gefährliche Inhaltsstoffe gefunden, sowohl für die Umwelt als auch für die Gesundheit!“

Dies erklärt Benjamin Douriez, einer der Chefredakteure der Zeitschrift in einem Interview mit FranceInfo. Noch erschreckender: Auch auf die Qualität und Zusammensetzung der Produkte von ein und derselben Marke ist kein Verlass. Lidl zum Beispiel schneidet mit seinem WC-Gel gut ab… mit der besten Bewertung seiner Kategorie! Doch bekommt für seine Allzweckreiniger eine schlechte Bewertung.

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Besonders warnt das Haushaltsmagazin nun vor Produkten mit maximaler Leistung, die Scheuern überflüssig machen. Denn Scheuern sei noch immer die bessere Alternative, so Chefredakteurin Sylvie Metzelard.

Um Abhilfe zu schaffen und den Konsumenten zu helfen, sich im Irrgarten der Produkte und ihrer Inhaltsstoffe zurechtzufinden, setzt sich die Zeitschrift mit einer Online-Petition für eine bessere Beschriftung ein, eine Kennzeichnung der Putzmittel und Haushaltsreiniger ähnlich der seit 2016 geläufigen Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln.

Maximilian Vogel
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