Tödliche Pläne: Trainieren Südkorea und die USA ein Attentat auf Kim Jong-un?

Die koreanischen Halbinsel befindet sich seit den 1950er Jahren völkerrechtlich gesehen nach wie vor im Kriegszustand. Zu einer Einigung wird es voraussichtlich auch im Jahr 2024 nicht kommen - Berichten zufolge befindet sich Südkorea mitten in den Vorbereitungen auf einen Krieg mit Nordkorea.

Koreanische Halbinsel, Übungen, Attentat
© Bloomberg@Getty Images
Koreanische Halbinsel, Übungen, Attentat

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Bruderkrieg zwischen 1950 und 1953 völkerrechtlich nach wie vor im Kriegszustand - und auch im neuen Jahr dürften beide Staaten von einer Einigung weit entfernt sein. Vielmehr scheint sich die Lage aktuell noch zu verschärfen.

Berichten der Frankfurter Rundschau und des Magazins t-online zufolge hat Südkoreas Regierung nun bestätigt, unter Mitwirken der USA militärische Übungen durchzuführen. Das Ziel: Die Absetzung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un.

Vorbereitung auf einen Angriff?

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, hat es derartige Übungen bereits in der Vergangenheit gegeben - hauptsächlich als Abschreckung. Offen wird normalerweise nicht über solche Manöver berichtet, der südkoreanische Verteidigungsminister Shin Won-sik hat jedoch bestätigt, dass südkoreanische und US-amerikanische Truppen derzeit gemeinsam trainieren.

Geübt werden sollen dabei sogenannte "Enthauptungsschläge", wie es weiter heißt. Dabei wird gezielt die militärische und politische Führung des Gegners attackiert, die eine Entmachtung des gegnerischen Staatschefs zur Folge haben soll.

Offene Warnung aus Nordkorea

Auch Nordkorea hat derweil nicht gerade versöhnliche Töne angeschlagen, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet. Zum Jahreswechsel hat Machthaber Kim Jong-un davor gewarnt, dass als Reaktion auf "die rücksichtslosen Maßnahmen der Feinde, in unser Land einzufallen", ein Krieg auf der koreanischen Halbinsel nicht ausgeschlossen werden könne. Damit adressiert er offen Südkorea und die USA.

Das Land hat zudem angekündigt, im neuen Jahr militärische Drohnen bauen und das eigene Atomwaffenaufgebot erweitern zu wollen. Darüber hinaus sollen drei neue Aufklärungssatelliten ins All geschossen werden, um unter anderem die Manöver der USA besser im Auge behalten zu können - zuletzt hat es etwa auch Anschuldigungen gegeben, die besagen, dass die USA ebenfalls bereits schon einmal einen Anschlag auf den nordkoreanischen Diktator geplant haben.

Verwendete Quellen:

Frankfurter Rundschau: "Von den USA gebilligt: Südkorea trainiert Attentat auf Kim Jong-un"

RedaktionsNetzwerk Deutschland: "Beziehungen 'auflösen und reformieren': Kim Jong Un will keine Vereinigung mit Südkorea"

t-online: "Training mit den USA: Südkorea übt Mordanschlag auf Kim Jong Un"

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