„Ich wusste nicht“ Mette-Marit im Gespräch zu Epstein
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit bricht ihr Schweigen und spricht erstmals offen über ihre Vergangenheit mit Jeffrey Epstein. Ihr Fernsehauftritt lässt niemanden kalt und wirft neue Fragen zur Rolle der Royals in öffentlichen Skandalen auf.
Tränen, Wut und tiefe Reue: So emotional wie in ihrem jüngsten TV-Interview hat man Mette-Marit selten erlebt. Die Kronprinzessin von Norwegen (52) steht im Zentrum eines der heftigsten Royals-Skandale der letzten Jahre. Der Auslöser: Ihr Name taucht „hundertfach“ in den „Epstein-Akten“ auf, die Ende Januar 2026 von US-Behörden veröffentlicht wurden. Damit wurde öffentlich, dass Mette-Marit und Jeffrey Epstein zwischen 2011 und 2014 in regelmäßigem Kontakt standen – und das, obwohl Epstein bereits seit 2008 einschlägig vorbestraft war.
Der öffentliche Druck auf die Prinzessin wurde in den darauffolgenden Wochen unerträglich. Sponsorings wurden gekündigt, ihre gesellschaftliche Stellung in Norwegen geriet ins Wanken. Bei NRK äußert sie sich nun gemeinsam mit ihrem Mann Haakon erstmals ausführlich zu ihrer umstrittenen Vergangenheit mit Epstein – und kämpft dabei mehrfach mit den Tränen.
Von Freundschaft zu Entsetzen: Wie nahe stand Mette-Marit Epstein wirklich?
Lange hatte Mette-Marit ihre Verbindung zu Epstein als oberflächlich dargestellt. Die veröffentlichten E-Mails und SMS zeigen aber ein anderes Bild. Ihre erste direkte Nachricht an Epstein im Oktober 2011 liest sich so:
„Ich habe dich nach der vorherigen E-Mail gegoogelt. Stimmt, das sah nicht gut aus :)“.
Beim Interview betont die Kronprinzessin:
„Ich wusste nicht, dass er ein Sexualstraftäter oder ein Gewalttäter war.“
Auf die Nachfrage, warum sie trotz der veröffentlichten Informationen dennoch den Kontakt über Jahre hielt, antwortet sie sichtlich aufgewühlt:
„Natürlich wünschte ich, ich hätte ihn nie kennengelernt.“
Ihren Aufenthalt 2013 in Epsteins Villa in Palm Beach begründet sie damit, dass ein gemeinsamer Freund das Haus gemietet habe. Doch spätestens beim Rückblick sei ihr vieles unangenehm: Das Kuscheln in ihren Nachrichten, harmlose Scherze über „Skandinavierinnen“ in Paris – das alles erscheint Mette-Marit heute mehr als peinlich. Dennoch bleibt sie klar:
„Wenn ich Informationen gefunden hätte, die mir klargemacht hätten, dass er ein Gewalttäter und Sexualstraftäter ist, hätte ich kein Smiley dahinter geschrieben.“
Laut eigener Aussage brach sie den Kontakt im Sommer 2014 endgültig ab. Die wahre Dimension der Verbrechen habe sie allerdings erst 2019 erreicht:
„Das ist das, was mich am meisten beschäftigt hat, seit die schweren Missbrauchsfälle 2019 bekannt wurden: die Tatsache, dass ich dort war, und nicht zuletzt meine Schuldgefühle gegenüber den Opfern.“
Rolle von Haakon und der Familie: Zwischen Loyalität und Krise
Nicht nur Mette-Marit, auch ihre Familie gerät durch die Enthüllungen unter Druck. Während König Harald (89) und Königin Sonja (88) schweigen, zeigt sich ihr Ehemann Haakon ungewohnt öffentlich an ihrer Seite. Er erinnert sich an ein unschönes Gespräch:
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Sie befand sich in einer Situation, in der sie sich unsicher fühlte und eigentlich nicht mehr dort sein wollte.“
Er betont:
„Das war kein Geheimnis zwischen uns.“
Sein Bekenntnis ist deutlich:
„Wenn man heiratet, dann tut man das schließlich in guten wie in schlechten Tagen.“
Doch die familiäre Belastung bleibt groß: Ihr Sohn Marius Borg Høiby (29) steht nach einem Strafprozess selbst unter öffentlicher Beobachtung. Der Prozess endete „provisorisch“ am 19. März 2026; ein endgültiges Urteil soll im Sommer folgen. Mette-Marit schildert:
„Wir sind eine Familie, die sich in den vergangenen Wochen in einer sehr anspruchsvollen Situation befunden hat. Für uns stand die Familie im Vordergrund.“
Erschwerend kommt ihre Gesundheit hinzu – seit Jahren leidet sie an einer Lungenkrankheit und sagt offen:
„Außerdem ist mein Gesundheitszustand so, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Und dieser Zustand hat sich noch etwas verschlechtert.“
Öffentlicher Druck, Schuld und der Abschied von der Naivität
Die veröffentlichten Dokumente und Medienberichte von NRK und dagbladet.no haben Mette-Marits Bild in der Öffentlichkeit nachhaltig erschüttert. Sponsorings wurden ihr zwischen Februar und Mitte März 2026 entzogen. Die Popularitätswerte der Monarchie sind messbar gesunken. Mette-Marit bekennt:
„Es ist mir unglaublich wichtig, die Verantwortung dafür zu übernehmen, seinen Hintergrund nicht sorgfältiger geprüft zu haben. Und die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass ich so manipuliert und getäuscht wurde.“
Sie bereut ausdrücklich, damals nicht andere vor Epstein gewarnt zu haben:
„Ich bereue es, dass ich nach dem Kontaktabbruch im Sommer 2014 nicht mehr Menschen vor Epstein gewarnt habe.“
Zugleich gibt sie Einblick in ihre psychische Lage und die Art, wie sie Menschen einschätzt:
„Ich glaube gern an das Gute im Menschen.“
Und:
„Ich sehe gerne das Beste in den Menschen.“
Ihre Bitternis, auf Epstein hereingefallen zu sein, ist spürbar:
„Epstein hat sich mir gegenüber auf eine Weise verhalten, die mir nicht gefallen hat. Das kann ich nicht verbergen.“
Selten zuvor hat sich eine Royal so offen und reflektiert zu eigenen Fehlern geäußert. Ob das reicht, um ihr öffentliches Ansehen zu retten, bleibt vorläufig offen. Sicher ist nur: Die norwegische Königsfamilie steht vor einer neuen Bewährungsprobe.
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Verwendete Quelle:
Prinzessin Mette-Marit: Erstes Interview zu Epstein-Skandal! "Ich bin furchtbar wütend"