Unruhen und Proteste in der politischen Landschaft der USA? Ganz klar, bei Donald Trump ist immer Bewegung drin – aber selten wurde es so hitzig wie jetzt. Nach tödlichen Schüssen bei einer ICE-Operation in Minneapolis verzichtete Trump auf seine gewohnt harte Gangart und verkündete eine vorsichtigere Vorgehensweise der Einwanderungsbehörde. Das sorgte nicht nur bei den Medien für Aufsehen – die berühmte „MAGA“-Basis tobte, als der Präsident dann auch noch die Ministerin für Heimatschutz, Kristi Noem, überraschend aus den Operationen in Minnesota ausschloss. Prompt eskalierte die Stimmung in den sozialen Netzwerken: Ein erneuter Beweis dafür, wie schnell die Stimmung innerhalb der Partei kippen kann.
Hardliner sehen „Verrat” – MAGA-Influencer fordern Konsequenzen
Die lauten Stimmen auf X und Co. nennen den plötzlichen Richtungswechsel einen klaren „Verrat“. Viele der einflussreichsten MAGA-Kommentatoren und Unterstützer sind erbost darüber, dass einen scheinbaren Kurs der Deeskalation eingeschlagen wurde. Steve Bannon, Trumps langjähriger Wegbegleiter, hat nicht gezögert, seine Enttäuschung öffentlich zu machen: „Einknicken“ – so hat er die Reaktion aus dem Weißen Haus nach dem Tod von Alex Pretti genannt. Während die polarisierte Diskussion weitergeht, lassen sich einige Hardliner gar zu drastischen Drohungen hinreißen: Sollte Trump im Herbst wirklich an der weicheren Linie festhalten, sei der Wahlboykott eine ernsthafte Option. Für sie ist Trumps Einwanderungspolitik nach wie vor eine „Kernfrage für die Wählerbindung“.
Spaltung der Republikaner – Zahlen, Unsicherheit und interne Machtspiele
Ein aktuelles Umfrageergebnis zeigt: Noch immer stehen rund 60 Prozent der republikanischen Wählerschaft hinter der Arbeit der ICE. Im Gegensatz dazu herrscht bei Demokraten und Unabhängigen deutlich mehr Skepsis. Die internen Machtverhältnisse rund um Stephen Miller, Trumps Chefberater in Sachen Immigration, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Anlass für die jüngste Krise war allerdings der Tod des Krankenpflegers Alex Pretti, der das Fass zum Überlaufen brachte. Während Kristi Noems Ausschluss aus den Einsätzen als seltenes und deutliches Zeichen gewertet wird, weiten die Medien wie „Washington Post“ und „Raw Story“ die Debatte aus: Es geht längst nicht mehr nur ums Vorgehen im Einzelfall, sondern um das politische Überleben von Trump. Die sozialen Netzwerke zeigen die Risse: Die sonst so geschlossene Partei beginnt, sich lauthals zu zerlegen.
Zwischen Online-Protest und Wahlkampf: Trump und seine fragile Machtbasis
Wie gewichtig die Unterstützung der eigenen Basis bleibt, zeigt sich vor allem dort, wo sie bröckelt. User, Influencer und typische MAGA-Accounts entfachen hitzige Diskussionen, während Trump noch versucht, die Wogen zu glätten. Der Präsident steht unter Druck, seine Deutlichkeit in Grenzfragen beizubehalten und gleichzeitig aufkeimende Unzufriedenheit in den Griff zu bekommen. Die anstehende Wahl wird somit zum politischen Lackmustest: Kann Trump seine Kernwähler noch einschwören – oder droht ihm das Wegbrechen der klassisch loyalen MAGA-Front?
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Donald Trump: MAGA-Basis wütet – Hardliner gehen auf die Barrikaden








