"Tod droht"- Trump fordert Asyl: Fünf iranische Fußballerinnen flüchten aus Angst zur Polizei

Fünf iranische Nationalspielerinnen suchen in Australien Schutz, nachdem sie wegen ihres Protests gegen das Regime in Teheran in Lebensgefahr geraten. Donald Trump greift öffentlich ein und fordert die sofortige Gewährung von Asyl – aber wie reagiert Australien auf den globalen Druck?

"Tod droht"- Trump fordert Asyl: Fünf iranische Fußballerinnen flüchten aus Angst zur Polizei
© Australian TV
"Tod droht"- Trump fordert Asyl: Fünf iranische Fußballerinnen flüchten aus Angst zur Polizei

Für fünf Fußballerinnen der iranischen Frauen-Nationalmannschaft wurde aus einer sportlichen Niederlage beim Asien-Cup eine dramatische politische Flucht. Ihr friedlicher Protest vor Millionenpublikum, in dem sie das Singen der Nationalhymne beim Auftaktspiel verweigerten, setzt einen internationalen Dominoeffekt in Gang, der Sicherheitsbehörden, Politiker und schließlich sogar Donald Trump in Bewegung bringt. Was bisher geschah: Während das restliche Team nach drei deutlichen Niederlagen den Heimweg antritt, suchen die fünf Spielerinnen in Australien dringend nach Schutz – aus Angst, dass ihnen bei einer Rückkehr nach Iran nicht weniger als der Tod droht.

Protest auf dem Spielfeld und seine Folgen

Schon das erste Gruppenspiel gegen Südkorea, das mit 0:3 verloren ging, geriet für das iranische Team zum Fanal. Mitten auf dem Spielfeld verweigerten mehrere Nationalspielerinnen das Singen und sogar den Gruß während der Hymne – ein offener Affront gegen das Regime. Während dieses Moment in vielen westlichen Medien als mutiger Protest gefeiert wird, sieht die Staatspropaganda zu Hause Verrat: In der Heimat werden die Frauen von einem staatlichen Fernsehkommentator als "Kriegsverräterinnen" tituliert und lautstark nach Konsequenzen gerufen. Kein Wunder also, dass die Angst vor brutalen Repressalien nach der Rückkehr wächst.

Flucht in letzter Minute – und internationale Solidarität

Rasch nach dem Ausscheiden bei der Asienmeisterschaft, nach weiteren verloren gegangenen Spielen gegen Australien (0:4, vor 22 398 Zuschauern) und die Philippinen (0:2), spitzt sich die Lage am Spielfeldrand zu. Während Hunderte von Fans am Stadionausgang laut „Rettet unsere Mädchen“ und Regimewechsel für Iran skandieren und sogar versuchen, den Mannschaftsbus zu stoppen, setzen sich fünf der Spielerinnen ab. Sie lassen das Teamhotel hinter sich und suchen – laut Berichten von CNN – den Schutz der australischen Polizei.

Wenige Stunden später ist es offizieller denn je: Der australische Premierminister Anthony Albanese erklärt, die Frauen seien „hier sicher und sollen sich willkommen fühlen“. Die Freude darüber ist greifbar – im Morgengrauen feiert die kleine Gruppe mit Innenminister Tony Burke:

„diese Frauen sind großartige Sportlerinnen und großartige Menschen – sie werden sich in Australien sehr zu Hause fühlen“, sagt er.

Ein Foto zeigt die Spielerinnen ohne traditionelles Kopftuch, frei und erleichtert, wie selten zuvor.

Globale Reaktionen und die Rolle von Trump

Das Drama um die Fußballerinnen überschreitet rasch die Sportseiten. Aktivisten für Menschenrechte, prominente Persönlichkeiten wie J.K. Rowling oder Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, fordern lautstark Schutz für die fünf Ausreißerinnen. Letzterer appelliert explizit an Canberra:

„für ihre Sicherheit zu sorgen und ihnen jegliche benötigte Unterstützung zu gewähren“.

Doch das politisch spektakulärste Signal kommt aus den USA. Donald Trump nutzt seine Plattform Truth Social, um die australische Regierung vehement aufzufordern:

„Australien begeht einen schweren humanitären Fehler, indem es zulässt, dass die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft in den Iran zurückgeschickt wird, wo sie höchstwahrscheinlich getötet werden. Tun Sie das nicht, Herr Premierminister! Gewähren Sie ASYL! Die USA werden sie aufnehmen, wenn Sie es nicht tun.“

Später doppelt er nach:

„Ich habe gerade mit dem australischen Premierminister Anthony Albanese über die iranische Frauen-Nationalmannschaft gesprochen. Er kümmert sich darum!“

Aus beiden Kontinenten steigt so der Druck massiv, den Flüchtlingen dauerhaft Sicherheit zu geben.

Auf Seiten der FIFA klingt es offiziell, aber nicht minder besorgt:

„Die Sicherheit der iranischen Frauen-Nationalmannschaft hat für die FIFA höchste Priorität.“

Indes bleibt ein Rest an Unsicherheit: Nicht alle Spielerinnen des Teams suchen offiziell Asyl, manche fürchten auch um ihre Familien oder Kinder in der Heimat. Das Schicksal derjenigen, die nicht zur Polizei gegangen sind, bleibt ungewiss.

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