Ein alter Konflikt flammt neu auf: Prinz Harry findet deutliche Worte für die Aussagen von Donald Trump. Nach brisanten Kommentaren des ehemaligen US-Präsidenten über die NATO-Mission in Afghanistan meldet sich Harry öffentlich zu Wort. Was steckt hinter diesem Streit, und weshalb sorgt er international für so viel Aufregung?
Streit um die Rolle der NATO in Afghanistan
Im Mittelpunkt steht ein Interview, das Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos der US-Senderkette Fox News gegeben hat. Dort zweifelte Trump die Rolle und das Engagement der NATO im Afghanistan-Krieg an. Seine Sicht: Die Partner der Allianz hätten sich „ein bisschen abseits der Frontlinien“ aufgehalten und nicht wirklich mitgemischt.
Für viele klingt das wie eine klare Herabwürdigung. Denn allein unter den nicht-amerikanischen NATO-Soldaten verloren 1044 Männer und Frauen ihr Leben in Afghanistan – darunter 457 Briten und 59 Deutsche. Die Opferzahl amerikanischer Soldaten lag mit 2456 noch einmal deutlich höher. Trumps Worte ließen also nicht nur die internationale Politik aufhorchen, sondern insbesondere die Menschen, die persönlich vom Verlust betroffen sind.
Prinz Harrys Reaktion: Klartext eines Afghanistan-Veteranen
Prinz Harry kennt den Afghanistan-Einsatz aus eigener Erfahrung. Er diente zwischen 2007 und 2008 sowie von 2012 bis 2013 selbst in Afghanistan – und wurde dabei zum weltweit bekannten Royal mit Militärerfahrung. Nach Trumps Interview veröffentlichte Harry über seinen Sprecher ein bewegendes Statement:
„Es ist wichtiger denn je, die Wahrheit zu respektieren und der Erinnerung an alle zu gedenken, die gedient haben und gestorben sind.“
Harry betont in seinem Statement auch die bleibenden Folgen für alle Beteiligten: Soldatinnen und Soldaten, deren Familien und Freunde.
„Die Auswirkungen solcher Konflikte reichen weit über das Schlachtfeld hinaus.“
Damit setzt er auf Empathie und ruft indirekt dazu auf, das Leid nicht kleinzureden.
Auch in seiner Autobiografie „Spare“ (2023) war Harry bereits offen mit seiner Einsatzzeit umgegangen. Dort bekannte er:
„Ich habe 25 feindliche Kämpfer getötet.“
Das hatte damals schon für heftige Diskussionen gesorgt. Doch diesmal trifft sein Appell besonders viele – und auch auf politischer Bühne zeigt er Wirkung.
Internationale Reaktionen und die Eskalation der Debatte
Trumps Worte haben weltweit für Kopfschütteln und Empörung gesorgt, vor allem in den Ländern, die viele Verluste bei der NATO-Mission hinnehmen mussten. Die Reaktion von Prinz Harry bekommt dadurch zusätzlichen Nachhall. Er steht mit seinem Appell nicht allein, sondern spricht vielen Angehörigen aus der Seele. Das Ziel: mehr Würde und Ehrlichkeit im Umgang mit Opfern und Angehörigen.
Der Schlagabtausch zwischen Trump und den Royals ist übrigens kein Einzelfall. Schon in der Vergangenheit hatten Harry und Meghan mit dem ehemaligen US-Präsidenten aneinandergeraten. Es bleibt also spannend, wie sich das Verhältnis weiterentwickelt. Werden weitere öffentliche Reaktionen folgen?
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Verwendete Quelle:
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