Kim Jong-uns Nachfolge: Warum es seine Tochter laut südkoreanischem Minister nicht sein wird

Während in letzter Zeit viel über die mögliche Nachfolge von Kim Jong-un spekuliert wurde, erklärt ein südkoreanischer Minister, warum es nicht der Fall sein könnte, dass es seine Tochter wird.

Kim Jong-uns Nachfolge: Warum es seine Tochter laut südkoreanischem Minister nicht sein wird
© SOPA Images@Getty Images
Kim Jong-uns Nachfolge: Warum es seine Tochter laut südkoreanischem Minister nicht sein wird

Ein südkoreanischer Minister hat sich geäußert und erklärt, er glaube nicht, dass die Tochter von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un dessen Nachfolgerin werden wird. Hier ist der Grund dafür.

Kim Jong-un fördert die Paektu-Blutlinie

Der südkoreanische Minister für Wiedervereinigung, Kwon Young-se, sagte am Mittwoch, den 15. Februar, in einer Parlamentssitzung, dass er bezweifle, dass die jüngsten Auftritte der Tochter von Kim Jong-un bedeuten, dass sie die nächste in der Reihe ist, um das Oberhaupt des Eremitenreichs zu werden.

Kwon sagte, es sei wahrscheinlicher, dass die jüngsten Auftritte der Tochter bei hochkarätigen Veranstaltungen ein Versuch seien, "die Loyalität für Kim Jong-un und seine Familie zu festigen". Außerdem glaubt er, dass es sich bei den Auftritten um Propaganda handelt, um die Vorherrschaft der Kim-Familie zu demonstrieren. Er verweist darauf, dass die Soldaten bei der jüngsten Militärparade "Paektu-Blutlinie mit unserem Leben" skandierten, als sie an der Kim-Familie vorbeimarschierten. Kwon sagte:

Ich halte es für eine wahrscheinliche Maßnahme zur Vorbereitung einer Erbfolge in der vierten Generation und zur Festigung der Einheit des Regimes um Kim Jong Un und die so genannte Paektu-Blutlinie.

Die Paektu-Blutlinie bezieht sich auf die Abstammung der Kim-Führer und ihrer Familien, beginnend mit dem Gründer Kim Il Sung. Die Blutlinie ist nach dem größten Berg auf der koreanischen Halbinsel, dem Berg Paektu, benannt, der in den nordkoreanischen Überlieferungen eine große Bedeutung hat.

Kim Jong-un zu jung und weibliche Führerin unwahrscheinlich

Kwon sagte auch, es sei unwahrscheinlich, dass ein patriarchalisches Regime wie die DVRK eine weibliche Führungsperson unterstützen würde:

Natürlich ist das Ministerium offen für verschiedene Möglichkeiten und beobachtet diese genau ... aber es gibt Zweifel, ob es vernünftig ist, eine Frau als Nachfolgerin von Kim Jong Un zu erwarten.

Außerdem ist der Minister der Ansicht, dass Kim Jong-un mit seinen 39 Jahren zu jung sei, um bereits einen Nachfolger ins Auge zu fassen. Kwon fügte hinzu:

Alles in allem scheint er jedoch die Absicht zu haben, die Erbfolge der Macht in der vierten Generation fortzusetzen, wenn man verschiedene Zusammenhänge betrachtet.

Ob es sich dabei allerdings um die Tochter von Kim Jong-un handelt, bleibt abzuwarten. Yang Moo-jin, Professor an der Universität für Nordkoreastudien in Seoul, scheint mit Kwon übereinzustimmen und schlägt einen anderen potenziellen Nachfolger vor. Yang sagte gegenüebr der AFP:

Es ist immer noch gut möglich, dass Ju Ae nur für (Propaganda) benutzt wird... während Kims ältester Sohn hinter verschlossenen Türen als Nachfolger aufgebaut wird

Verwendete Quellen:

NK News: 'Kim Jong Un’s daughter unlikely to be next leader of North Korea: Seoul minister'

NDTV: 'North Korea Unveils Stamp Featuring Kim Jong Un's Daughter'

Aus dem Englischen übersetzt von Ohmymag UK

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