Kim Jong-un: Bizarre Forderung an nordkoreanische Bürger:innen

Kim Jong-un hat wohl eine neue Anweisung an alle seine Bürger:innen erlassen, täglich 100 kg menschliche Exkremente zu produzieren und sie an Regierungsbeamt:innen abzugeben.

Kim Jong-un, der nordkoreanische Staatschef, hat alle Bürgerinnen und Bürger angewiesen, täglich 100 kg menschliche Kacke zu produzieren und an ihre örtlichen Regierungsbeamt:innen abzuliefern. Dies ist die aktuellste Maßnahme der Diktatur, um einer rückläufigen Wirtschaft und einer hungernden Bevölkerung entgegenzuwirken.

Mangel an Dünger

Nach Angaben von TheSun hat Nordkorea einen Mangel an Düngemitteln und kann seine Landwirtschaft nicht richtig unterstützen. In einem verzweifelten Versuch, den Sektor wieder anzukurbeln, greift die Diktatur daher auf billigen Dünger zurück.

Radio Free Asia berichtet über die Unfähigkeit und Frustration der nordkoreanischen Bevölkerung, die surreale tägliche Quote von 100 kg menschlicher Exkremente zu erfüllen. Hochgerechnet macht das drei Tonnen menschlichen Dünger pro Monat!

Produkt abliefern oder bezahlen

Wenn erwerbsfähige Personen die tägliche Quote nicht selbst erfüllen können, sollen sie stattdessen nur 300 kg im Monat an Kompost abliefern. Die Bürgerinnen und Bürger haben auch die Möglichkeit, in bar zu bezahlen, wenn sie nicht die nötige Menge an Dünger produzieren können.

Dem Radiosender zufolge bitten immer mehr Arbeitnehmer:innen in Nordkorea darum, an ihrem Arbeitsplatz in Exkrementen statt in bar bezahlt zu werden, nur um die unglaubliche Tagesforderung der Regierung erfüllen zu können. Wie TheSun unter Berufung auf eine nordkoreanische Quelle berichtet, hat der Staat zu Beginn des Jahres alle Einwohner:innen mobilisiert, sich auf diese nationale Priorität zu konzentrieren. Die Menschen sind jedoch frustriert, weil sie nicht in der Lage sind, die Forderungen der Regierung zu erfüllen.

Landwirtschaft als Fassade, um Geld zu erhalten

Nach Angaben von Radio Free Asia gibt es eine große Diskrepanz zwischen den Bewohner:innen städtischer Gebiete und denen auf dem Land. Bürger:innen, die in einem städtischen Gebiet leben, zahlen ihre Quote einfach in bar. Immer mehr Bürger:innen sind über diese Politik so frustriert, denn wie soll es möglich sein, diese bizarren Forderungen zu erfüllen? Offensichtlich ist die Quote so hoch angesetzt, damit die Menschen stattdessen einfach bar bezahlen.

Laut The Sun gleichen sich die Barzahlungen nicht mit der Lieferung von Gülle aus:

Die Barzahlungen übersteigen den Wert des tatsächlich gelieferten Düngers, sodass es heißt, das Regime benutze die Quote nur als Mittel, um mehr Geld von den Bürgern einzutreiben.

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