Kim Jong-un will Nordkorea umkrempeln: Das Land soll zum "sozialistischen Märchenland" werden

Nordkoreanischen Medien zufolge hat sich das Parlament in Pjöngjang in dieser Woche versammelt, um Gesetze zu verabschieden, die das Land in ein "sozialistisches Märchenland" verwandeln sollen.

Laut Berichten der nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA, hat die Oberste Volksversammlung Nordkoreas am Mittwoch zu ihrer ersten Sitzung einberufen, um neue Gesetze zur Landschaftsgestaltung und ländlichen Entwicklung zu verabschieden.

Ein besseres Leben für die Menschen in Nordkorea?

Die neuen Gesetze sollen dazu beitragen, die Bemühungen der Regierungspartei, um eine radikale Wende in der Landbevölkerung und ihrer Politik zur Landschaftsgestaltung voranzutreiben. Das Ziel dieser Maßnahmen ist, eine rasche Entwicklung der sozialistischen Landbevölkerung zu erreichen und das Land in ein sozialistisches Märchenland zu verwandeln.

Aufgrund von selbst auferlegten Corona-Maßnahmen, internationalen Sanktionen und Naturkatastrophen, sieht sich das Land mit einer sich zuspitzenden Wirtschaftskrise konfrontiert.

Es scheint daher kein Zufall zu sein, dass die Versprechen des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong-un, zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen und der Förderung von ländlicher Entwicklung, gerade jetzt gemacht werden.

Kritiker:innen sind allerdings skeptisch und zweifeln an den guten Absichten des nordkoreanischen Diktators. Kim Jong-un ist bereits bekannt dafür, seinem Volk große Versprechen zu machen, die aber am Ende nie eingehalten werden.

Die wirtschaftliche Situation in Nordkorea ist heikel

Wie sehr die Bevölkerung in Nordkorea tatsächlich unter der anhaltenden Wirtschaftskrise leidet, lässt sich nicht genau überprüfen, da es schwierig ist, an zuverlässige Informationen aus dem Land zu gelangen. Alle Anzeichen deuten jedoch darauf hin, dass die Lage ernst ist.

Nach Schätzungen der Regierung des Nachbarlandes Südkorea ist auch das Bruttoinlandsprodukt Nordkoreas das zweite Jahr in Folge gesunken. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, kämpft das Land seit zwei Jahren mit dem größten wirtschaftlichen Einbruch seit den 90er Jahren.

Das Land wird auch durch die internationalen Sanktionen belastet, die wegen des nordkoreanischen Atomprogramms verhängt wurden. Südkoreas Präsident Yoon Suk-yeol hat dem Nachbarland kürzlich Wirtschaftshilfe im Gegenzug für eine nukleare Abrüstung angeboten.

Das Regime von Machthaber Kim Jong-un fühlt sich durch die Aussage seines Nachbarn beleidigt und weigert sich dementsprechend, das Angebot anzunehmen. KCNAberichtet über die empörte Reaktion von Kim Yo-jong, der Schwester von Machthaber Kim Jong-un:

Es wäre für sein Image vorteilhafter gewesen, wenn er den Mund gehalten hätte, anstatt Unsinn zu reden, weil er nichts Besseres zu sagen hatte. Niemand tauscht sein Schicksal gegen einen Maiskuchen ein.

Schlechte Aussichten für die Zukunft

Wie gewohnt, dementiert die nordkoreanische Regierung alle Informationen zur wirtschaftlichen Schieflage des Landes und bezeichnet diese als feindliche Propaganda aus dem Westen. Tatsächlich befördert sich das Land jedoch immer weiter ins Abseits.

Die Vereinigten Staaten werfen der Regierung in Pjöngjang vor, ihre verfügbaren Ressourcen vor allem in die nukleare Aufrüstung zu investieren und sie nicht zum Nutzen der Bevölkerung einzusetzen.

Ein Artikel der Washington Post über den angeblichen Verkauf von Waffen an Russland, zum Einsatz im Ukraine-Krieg, gießt noch mehr Öl ins Feuer. Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, würden diese das Land noch weiter in die Isolation treiben und die wirtschaftlichen Probleme verschlimmern.

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