Dick, schwarz und schwul: Ein viraler Kuss für mehr Inklusion in den USA
© TheBigDog77 @ Twitter

Dick, schwarz und schwul: Ein viraler Kuss für mehr Inklusion in den USA

Mit einem Foto, auf dem sich die beiden küssen, macht ein amerikanisches Pärchen die Schlagzeilen. Die Besonderheit daran? Sie sind schwul, schwarz und dick. Einige zehntausend Retweets später erkennen sie, dass die Reichweite ihres Bildes viel größer ist, als sie das je geahnt hätten.

An diese schöne Geschichte wird Amerika bestimmt noch lange zurückdenken. Ein amerikanisches Pärchen kommt mit einer neuen gemeinsamen Tätowierung aus dem Tattoostudio: Sie haben sich ihre Initialien und ihren Jahrestag tätowieren lassen.

Um dieses kleine Ereignis sowie den ersten Jahrestag ihrer Beziehung zu feiern, bitten Tyler Hightower und Ahdeem Tinsley einen Passanten, ein Bild davon zu schießen, wie sie sich gerade küssen. Danach vergeht die Zeit und bald schon ist das Foto nur noch eines unter vielen auf ihrem Smartphone. So weit, so gut - doch die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende.

Ein Bild, ein Symbol

Acht Monate später sieht Hightower, wie ein schwarzes homosexuelles Pärchen ein Foto auf Twitter postet. Er beschließt, das alte Bild wieder herauszukramen und ebenfalls zu posten. Zu diesem Zeitpunkt hat er nur um die 40 Follower auf seinem Twitter-Account.

Als Begleittext zu dem Bild schreibt er: "Wir posten das, da Sichtbarkeit zählt. Die schwarzen, schwulen und glücklichen Tunten sind jetzt sichtbar!" Ohne sich dessen bewusst zu sein, postet er damit ein historisches Bild, das noch Geschichte machen und in Donald Trumps konservativem Amerika eine wichtige politische Botschaft übermitteln wird.

Innerhalb weniger Stunden wird der Post viral. Sieben Tage später zählt er bereits 12.400 Retweets und 106.000 Likes. "Viele haben uns geschrieben, dass dieses Bild ihren Tag besser gemacht hat, da sie nicht wussten, dass auch Menschen wie sie Liebe erfahren könnten", erklären sie dem amerikanischen TV-Sender NBC.

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Ein Teil unserer Identität besteht darin, dick, fett, schwarz und schwul zu sein. Wir wollen allen Menschen klarmachen, dass sie unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrer Körperform oder ihrer Religion einfach sie selbst und authentisch sein sollen und so auch die Liebe finden werden. Ich habe meine Homosexualität sehr lange versteckt und nun habe ich das wahre Glück gefunden.

Die einseitige Darstellung der LGBT+-Gemeinde

Hightower, der in der Krebsforschung arbeitet, gibt an, die LGBT+-Community werde hauptsächlich von klassischen, hübschen weißen Männern repräsentiert. Dies schließt viel zu oft diejenigen aus, die nicht in dieses Schema passen. Es gibt jedoch so viel mehr, so umfasst Pansexualität eine homosexuelle Neigung und lässt sich in keine Schranken weisen. Mit diesem Bild möchte Hightower eine Botschaft voller Hoffnung verbreiten und das hat er geschafft, den Retweets zufolge. Leider gibt es immer noch genug Menschen, die sich alleine fühlen und sich schämen, wie ein Mann der Apple seine Homosexualität zuschiebt, weil er sie seinen Eltern nicht erklären kann.

Maximilian Vogel
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