Wladimir Putin: Geheimdienstchef verrät, wann mit innenpolitischem Aufstand zu rechnen sein könnte

Wladimir Putin hat sein Land und sein Volk in einen blutigen Konflikt mit dem Nachbarland Ukraine hineingesteuert und die zunehmenden Verluste könnten laut einem Geheimdienstchef zu einem innenpolitischen Aufstand in Russland führen.

Zu Beginn des russischen Einmarsches in der Ukraine gehen Militärexpert:innen davon aus, dass die Streitkräfte von Wladimir Putin nur 72 Stunden benötigen würden, um die Regierung in Kiew zu stürzen.

Interner Coup

Nach fast acht Monaten Krieg ist Russland nicht nur wiederholt gedemütigt worden, sondern hat auch schwere Verluste erlitten, die nun die Unzufriedenheit in Russland so weit schüren könnten, dass Wladimir Putin von seinem eigenen Volk gestürzt würde, wie Newsweek berichtet.

Odessa Journal berichtet über die Ansicht von Andrey Tschernjak, dem Vertreter des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes. In einem Gespräch mit RBK-Ukraine sagt er, dass angesichts der zunehmenden russischen Verluste auf den Schlachtfeldern in der Ukraine bald eine Zeit kommen würde, in der sich die Menschen in Russland gegen ihren Präsidenten auflehnen könnten. Tschernjak sagt gegenüber Odessa Journal:

Dies wird der Fall sein, wenn die Zahl der im Krieg getöteten Menschen nicht nur einige Dutzend, sondern Hunderttausende betragen wird. Die Bevölkerung wird immer noch mit Propaganda bombardiert und von den Sicherheitskräften eingeschüchtert. Jedem ist klar, dass alle Entscheidungen von einer einzigen Person getroffen werden. Die Menschen mögen in Armut leben, aber sie werden sich nicht gegen ihren König stellen. Aber wenn es Hunderttausende von Leichen gibt, sieht die Situation anders aus.

Russlands wahrscheinlicher Zusammenbruch

Der Chef des ukrainischen Geheimdienstes ist der Ansicht, dass die Spitzenbeamten aus Angst vor Konsequenzen immer noch loyal zu Wladimir Putin stehen würden. Sobald sich jedoch ein Volksaufstand auf den Straßen formiert, würden sich die Vertreter:innen der herrschenden Spitze anschließen.

Tschernjak sagt laut Odessa Journal, dass es Russ:innen gebe, die mit den ukrainischen Geheimdiensten zusammenarbeiten und sich bewusst seien, dass ihr Land vor einem Zusammenbruch steht.

Laut Newsweek teile Konstantin Sonin, ein russischer Wirtschaftswissenschaftler an der Harris School of Public Policy der Universität Chicago, diese Ansicht: "Putin trägt zum Zusammenbruch bei." Dennoch glaube wiederum Domitilla Sagramoso, Dozentin für Sicherheit und Entwicklung am King's College London nicht, dass "die öffentliche Unzufriedenheit über die Mobilisierung allein zu einer Kraft werden kann, die in der Lage ist, Putin zu stürzen".

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Aus dem Englischen übersetzt von Ohmymag UK

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