Ein Moderator aus Putins Kreisen schlägt im TV vor, Atomwaffen gegen zwei europäische Länder einzusetzen

Auf einem öffentlichen Kanal des russischen Fernsehens erklärt Putins Lieblingsmoderator live, wie Russland die gefürchteten Atomwaffen gegen zwei europäische Länder einsetzen könnte.

Ein russischer Moderator, der Putin sehr nahesteht, deutet live auf dem Kanal Rossiya1 den möglichen Einsatz von Atomwaffen gegen Finnland und Schweden an.

Ein schlechter Scherz?

Die Sendung "Nachrichten der Woche", die auf dem russischen Staatssender Rossija1 ausgestrahlt wird, ist die Lieblingssendung von Staatschef Wladimir Putin. Ihr Moderator, ein Vertrauter Putins, soll demnach während der Live-Übertragung die Nachrichten ironisch kommentiert haben.

So erklärt Dimitri Konstantinowitsch Kisselew nach den Anträgen Schwedens und Finnlands auf Aufnahme in die NATO, dass der Antrag der beiden Länder ein schwerer Fehler wäre. Er beendet seine Argumentation über die mögliche Aufnahme der beiden europäischen Länder in die NATO wie folgt: "...Und der neue Umgang mit taktischen Atomwaffen, die in diese Region verlegt werden".

Die Nordatlantikvertragsorganisation (NATO) wurde 1949 gegründet und umfasst nicht weniger als 30 europäische und nordamerikanische Länder. Ursprünglich wurde sie gegründet, um die Bevölkerung und das Territorium aller ihrer Mitgliedsländer zu schützen.

Eine komplexe geopolitische Situation

Zwischen Fake News und irreführender Berichterstattung verbreiten die von Wladimir Putin kontrollierten Medien zahlreiche Ungenauigkeiten. So erklärt der Moderator Dimitri Konstantinowitsch Kisselew in seiner Live-Sendung anhand einer animierten Karte des europäischen Territoriums, warum der NATO-Beitritt von Schweden und Finnland eine Situation darstellt, die auf geopolitischer Ebene zu einem Konflikt "wie in der Ukraine" führen könnte.

"Es ist besser, in Frieden zu leben", erklärt der Moderator dann während seiner Argumentation in Form einer kaum verhüllten Drohung gegen Länder, die an Russland angrenzen. Er fährt fort wie folgt: "Aus diesem Ereignis (dem Krieg in der Ukraine) wurden keine Lehren gezogen". Die auf der Karte orange eingefärbten europäischen NATO-Mitglieder werden detailliert aufgeführt und sollen laut dem Moderator "eine angemessene Reaktion von Russland erwarten".

Auch interessant:

Als Antwort auf NATO-Beitritt: Russland bringt Atomwaffen an Finnlands Grenze

Russland lieferte vor Kriegsbeginn tonnenweise Gold in die Schweiz

Deutsche Atombombe? Russland überzeugt, dass sich Deutschland eigene Atomwaffen beschafft

Aus dem Französischen übersetzt von Ohmymag Frankreich

Russland: Kreml streitet ab, Europa am 9. Mai den Krieg erklären zu wollen Russland: Kreml streitet ab, Europa am 9. Mai den Krieg erklären zu wollen