„Lasst Frauen nicht alleine“: Ricarda Lang mit deutlicher Botschaft zum Fall Collien Fernandes
Der öffentliche Streit zwischen Collien Fernandes und Christian Ulmen sorgt für Aufregung – Ricarda Lang richtet dabei besonders an die Männer im Land klare Worte. Was steckt hinter den schweren Vorwürfen und wie reagieren die Beteiligten?
Bühne für eine Debatte, die längst tobt: Nach den schweren Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen ist das Netz in Aufruhr. Der Vorwurf wiegt schwer – „Identitätsdiebstahl über soziale Netzwerke“ und das Verschicken angeblich erotischer Inhalte im Namen von Fernandes. Am 21. März 2026 wurde die Debatte noch lauter, als Fernandes zu einer Kundgebung für den 22. März aufrief. Während die Ermittlungen der Behörden laufen, schalten sich immer mehr prominente Stimmen ein – darunter Ricarda Lang, die Grünen-Politikerin und Ex-Parteichefin, die sich klar und direkt im WDR positionierte.
Ricarda Lang appelliert an Männer: „Schweigt nicht dazu“
Im WDR-Interview mit der Sendung „Aktuelle Stunde“ gewählt, aber unmissverständlich, macht Lang eines deutlich: Männer sollen bei sexualisierter Gewalt und Übergriffen nicht länger schweigen. Ihr Appell wurde zur Zitatschlagzeile:
„Ich habe an der Stelle auch eine ganz klare Botschaft an alle Männer, die hier gerade zuschauen: Empört euch, lasst Frauen nicht alleine mit diesem Thema, hört nicht weg, wenn in der Sportumkleide blöde Witze über Frauen gemacht werden, relativiert das nicht und schweigt nicht dazu.“
Diese Worte bringen das Problem in vielen Köpfen auf den Punkt: Wegschauen ist keine Lösung. Für sie sei klar, dass nicht alle Männer Täter sind.
„Natürlich sind nicht alle Männer Täter, ganz im Gegenteil, viele setzen sich auch gegen sexualisierte Gewalt ein, aber die Täter sind in den meisten Fällen Männer.“
Damit öffnet Lang die Diskussion – nicht über Pauschalurteile, sondern über Verantwortung, Zivilcourage und gesellschaftliche Haltung.
Ulmen kämpft mit Anwälten und weist Vorwürfe zurück
Wie reagiert die Gegenseite? Christian Ulmen bleibt selbst öffentlich zurückhaltend, doch sein Anwalt greift durch – und spricht von falschen Tatsachen, deren Verbreitung juristische Folgen habe. In einer Mitteilung gegenüber BUNTE.de betont Ulmens Rechtsbeistand unmissverständlich:
„unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“ werden.
Man wolle sich nun rechtlich gegen die Berichterstattung wehren. Auch zwischen dem Ulmen-Lager und dem Team vom Der Spiegel laufen Gespräche, und ein Gespräch „im Hintergrund“ wurde angeboten. Öffentlich bleibt vieles noch dunkel: Welche Details ausgetauscht wurden, bleibt offen, und das Verfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium. Ein Fakt steht jedoch weiterhin – für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Reformen gefordert: Rechtliche Grauzonen bei digitalen Übergriffen?
Inmitten der öffentlichen Empörung verliert Ricarda Lang nicht das größere Bild aus den Augen. Sie fordert mit Nachdruck mehr politischen Willen, um die Grauzonen bei digital basierten Übergriffen zu schließen. Ihr Anliegen ist es, bestehende Lücken im Strafrecht zu schließen, damit Erstellen, Bearbeiten und Weiterverbreiten privater und intimer Inhalte in sozialen Netzwerken endlich einheitlich geregelt werden. Die Debatte bekommt damit eine neue Dynamik: Es geht nicht nur um die einzelne Klage, sondern um den Schutz vieler. Fernandes‘ Engagement und ihre angekündigte Demonstration setzen einen klaren gesellschaftlichen Akzent, während Ulmen auf rechtlicher Aufarbeitung beharrt. Wie die Ermittlungen und öffentlichen Auseinandersetzungen weitergehen, bleibt abzuwarten.
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„Schweigt nicht dazu“: Ricarda Lang richtet im Fall Collien Fernandes einen Appell an Männer