Was steckt eigentlich hinter dem Bommel an der Pudelmütze

Der Bommel auf der Pudelmütze fällt im Winter überall ins Auge – doch nur wenige wissen, welche Geschichte und Bedeutung das kleine flauschige Detail wirklich hat. Hier erfährst du, woher der Bommel stammt, welche Funktionen er erfüllte und warum er heute noch als Glücksbringer und modisches Accessoire unverzichtbar ist.

Was steckt eigentlich hinter dem Bommel an der Pudelmütze
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Was steckt eigentlich hinter dem Bommel an der Pudelmütze
Die größten Wahrsager aller Zeiten und ihre wichtigsten Prophezeiungen

Im Winter begegnet man ihm fast ständig : Der Bommel auf der Pudelmütze ist aus den Straßen und Schneelandschaften kaum wegzudenken. Aber weißt du, warum es den puscheligen Begleiter auf dem Kopf überhaupt gibt ?

Woher stammt der Bommel und was macht ihn besonders ?

Der Bommel auf der Pudelmütze ist viel mehr als ein netter Blickfang oder ein lustiges Accessoire, das Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefällt. Seine Wurzeln reichen tatsächlich zurück bis ins 18. Jahrhundert. Inspiriert ist der Name von den lockigen Haaren eines Pudels – kein Wunder also, dass der flauschige Knubbel seine Karriere als auffällige Fellkugel auf Pelzmützen startete, bevor er den Sprung auf gestrickte Stirnwärmer geschafft hat.

Über die Jahre hat sich die Pudelmütze – auch Pomponmütze genannt – zum absoluten Winterklassiker entwickelt. In Frankreich und darüber hinaus hat sie mittlerweile Kultstatus erreicht. Im Laufe der Zeit wurde das Accessoire aus Fell, später aus Wolle oder sogar Seide gefertigt – und ist heute aus der kalten Jahreszeit gar nicht mehr wegzudenken.

Militärischer Ursprung und clevere Funktion

Richtig spannend wird es, wenn man in die Geschichte des kleinen Bommel eintaucht. Im Frankreich des 18. Jahrhunderts diente der Bommel, oder besser gesagt der “Pompon”, keineswegs nur optischen Zwecken : Die Form und Farbe des Bommels waren damals ein echtes Zeichen für die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Regiment oder einer Kompanie. So wie bei den Uniformen wurden verschiedene Farben und Größen eingesetzt, um Soldaten zu organisieren.

Auch bei der Marine hatte der Bommel praktische Bedeutung. Der von Duden und Bertelsmann Universal-Lexikon dokumentierte Brauch sollte die Matrosen tatsächlich vor Kopfverletzungen bewahren.

"In engen und niedrigen Schiffsdecks konnten die Matrosen sich schnell den Kopf stoßen. Der weiche Bommel diente als kleine Polsterung und schützte so vor Beulen," erklärt der Bayrische Rundfunk.

Zwar sind die Schiffsräume heute meist höher gebaut und die ursprüngliche Lebensgefahr gebannt – doch das Markenzeichen ist geblieben. Auch heute noch tragen viele französische Matrosen die charakteristische Kopfbedeckung mit Bommel.

Glücksbringer und Tradition – der Bommel heute

Im Alltag ist der Bommel mittlerweile vor allem Mode und Folklore. Ob als Farbtupfer auf dem Weihnachtsmarkt oder als wärmender Begleiter auf der Skipiste : Die Pudelmütze hat ihren festen Platz in der Wintergarderobe. In Frankreich gibt es dazu sogar einen witzigen Brauch : Wer es schafft, unbemerkt den Bommel eines anderen zu berühren, "hat für den Tag Glück", heißt es in der Tradition. Wird die Aktion jedoch bemerkt, ist ein Kuss als Ausgleich fällig.

Der Bommel ist also viel mehr als nur Deko auf dem Kopf : Er verrät Geschichten von Soldaten, Seeleuten und bringt sogar noch ein bisschen Glück in graue Wintertage.

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Verwendete Quelle:

Bommel an der Pudelmütze: Nicht nur süß – er hat auch eine Funktion

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