Mehr als nur ein Vorteil: Rentner will lieber ins Hotel als ins Pflegeheim

Erst vor kurzem in Rente gegangen, veröffentlicht ein alter Mann eine Mitteilung auf Facebook, in der er erklärt, dass es vorteilhafter ist, in einem Hotel zu wohnen, als in einem Altenheim. Wie kommt er darauf?

Terry Robinson, ein 67-jähriger Texaner, ist erst kürzlich in den Ruhestand gegangen und überlegt nun, wie er seine restlichen Lebensjahre verbringen möchte. Diese Zeit will er jetzt so angenehm wie möglich gestalten.

Hotel statt Seniorenheim

Er ist allerdings nicht davon überzeugt, dass es das Beste ist, in eine eigens dafür vorgesehene Pflegeeinrichtung zu ziehen. Denn seiner Meinung nach sind diese viel zu teuer. Auf Facebook hat der gute Mann sein Vorhaben genau umrissen:

Kein Pflegeheim für uns, wir werden uns ein Zimmer im Holiday Inn reservieren.

Eine durchaus eigenwillige Wahl, die der noch junge Rentner durch seine zuvor aufgestellten Berechnungen rechtfertigt. Möchte man ihm glauben, zahlt er in seinem Hotel lediglich 60 Dollar (etwa 50 Euro) pro Tag, im Pflegeheim sollen es dagegen angeblich 188 Dollar (etwa 155 Euro) täglich sein.

Sauna, Schwimmbad und Fitnessraum für den Rentner

Abgesehen vom Vorzugspreis für sein Zimmer, gibt Terry zudem an, noch in den Genuss anderer Abschläge für Senioren zu kommen, wie beim Frühstück oder den "Happy Hours" für Cocktails.

Im Vergleich zu Senioren, die in ihrem Pflegeheim 188 Dollar zahlen, bleiben Terry also nach Abzug seiner Zimmerkosten noch 128 Dollar pro Tag für die Mahlzeiten, die Reinigung und andere Extras. Das klingt eigentlich recht interessant.

Aber das ist noch nicht alles. Der Einwohner von Spring, Texas, liefert noch eine ganze Liste anderer Vorteile, die ihn in ein Hotel locken: kostenloser Zugang zum Fitnessraum, zum Schwimmbad und zur Sauna.

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Der Service im Hotel überzeugt den Rentner.  Andrea Piacquadio@Pexels

Die üblichen Serviceleistungen eines Hotels, wie auch die Bereitstellung von Duschgel und Zahnpasta sind im Preis bereits inbegriffen. Was Terry zudem dazu bewogen hat, in ein Hotel zu ziehen, ist die dortige Servicequalität, insbesondere des Personals:

Plant man pro Tag fünf Dollar Trinkgeld ein, werden euch alle Angestellten zu Diensten sein und euch wie einen Kunden, nicht wie einen Patienten behandeln.

Der Rentner denkt alle möglichen Situationen durch, die eintreffen können, und erklärt diese nicht ohne einer großen Portion an Humor. So meint er etwa zum Zimmerservice:

Die Zimmermädchen sehen nach, ob alles in Ordnung ist. Im gegenteiligen Fall rufen sie den Notarzt oder die Leichenhalle an.

Ein positiver Aspekt für die ganze Familie

Terry Robinson gibt zudem auf Facebook an, dass seine Familie von seiner Wahl ganz hingerissen ist und unterstreicht dabei seine Sicht zu dem enormen Vorteil, dass Angehörige sich in einem Hotel sichtlich wohler fühlen würden als im Altersheim:

Sie werden sich immer freuen, euch zu sehen, und wohl einige Tage Mini-Urlaub einlegen, währenddessen sich die Enkelkinder im Schwimmbad amüsieren.

Trotz aller dieser Vorteile darf aber eines nicht vergessen werden: Spricht der Amerikaner zwar lustvoll von den Vorzügen eines Hotels gegenüber einem Pflegeheim, hat er diesen Schritt allerdings noch nicht gewagt.

In Wirklichkeit ist er nämlich noch gar nicht in sein Hotelzimmer eingezogen. Weitere Informationen findet ihr im obigen Video. Aber auch Altenheime machen das Angebot für Besucher immer schmackhafter mit X-Box und Co.

Vor 66 Jahren erbaut: Dieses Hotel hat nie einen Gast empfangen Vor 66 Jahren erbaut: Dieses Hotel hat nie einen Gast empfangen