Donald Trump ist schon lange eine schillernde Figur im öffentlichen Diskurs – nicht nur wegen seiner Politik, sondern auch wegen seines Gesundheitszustands. Kaum ein anderer Ex-Präsident steht so sehr im Fokus spekulativer Diskussionen über Fitness, geistige Klarheit und körperliche Leistungsfähigkeit. Ganz aktuell heizt ein neues Gerücht die Debatte an: Angeblich soll Donald Trump einen unglaublichen Testosteronspiegel haben – höher als bei anderen Männern über 70 Jahre. Anlass für diese Erzählung bieten Aussagen von Robert F. Kennedy Jr. und Riley Gaines. Aber wie viel Substanz steckt wirklich dahinter?
Was sagt der Minister und welche Fakten gibt es?
Robert F. Kennedy Jr., aktuell amerikanischer Gesundheitsminister, ist kürzlich mit einer steilen These vorgeprescht. In Berufung auf Dr. Oz erklärte er:
„Trump hätte den höchsten Testosteronwert, der jemals bei einem über 70-Jährigen gemessen wurde.“
Das wurde in einem Podcast von Katie Miller und später auch auf Fox News diskutiert. Die Aktivistin Riley Gaines griff diese Ansage direkt auf und nutzte sie für einen politischen Vergleich: Sie hob dabei Trumps Werte gegenüber dem Demokraten Tim Walz hervor. Offizielle medizinische Dokumente, die einen solchen Wert belegen, wurden bisher jedoch nicht veröffentlicht.
Was ist Testosteron eigentlich und wo liegen die Risiken?
Testosteron ist die wohl berühmteste männliche Geschlechtshormon, das für eine Vielzahl körperlicher Prozesse sorgt: Aufbau der Muskulatur, Entwicklung der Genitalien, Knochendichte, Stoffwechsel und nicht zuletzt auch Herzgesundheit. Mit dem Alter sinkt der Spiegel meist deutlich, wobei genetische, medizinische oder medikamentöse Einflüsse für Unterschiede sorgen können. Was passiert aber, wenn zu viel davon im Blut zirkuliert?
- Hoher Testosteronspiegel (Hyperandrogenämie) kann durch äußere Faktoren wie Medikamente, Anabolika, aber auch Tumore oder Hormontherapien ausgelöst werden.
- Zu den Risiken zählen Herz-Kreislauf-Probleme wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz oder Embolien.
- Es kann zu Potenzstörungen, verkleinerten Hoden, niedriger Spermienzahl und Lebererkrankungen kommen.
- Weitere mögliche Folgen: Prostatakrebs, Akne, Haarausfall, Gewichtszunahme, Brustwachstum (Gynäkomastie), erhöhte Cholesterinwerte, Kopfschmerzen, ausgeprägtere Libido.
- Auch die Psyche kann betroffen sein: „Aggressives Verhalten, Störungen im Urteilsvermögen und Stimmungsschwankungen können auftreten.“ Laut Wissenschaft gibt es hier jedoch noch viel Forschungsbedarf.
Bei Frauen führen zu hohe Testosteronwerte häufig zu einem polyzystischen Ovarsyndrom, was für Zyklusunregelmäßigkeiten, Fruchtbarkeitsprobleme, verstärkten Haarwuchs und schlechte Laune sorgen kann.
Sind hohe Testosteronwerte wirklich ein Zeichen für Gesundheit?
So einfach ist es nicht, wie Experten klarstellen. Ein hoher Hormonwert bedeutet nicht automatisch robuste Vitalität oder Überlegenheit – vielmehr gibt es eine Menge möglicher Nebenwirkungen.
„Ein Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen ist nicht direkt kausal belegt, aber hohe Werte stehen in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden und insbesondere Prostatakrebs.“
Auch die Liste der Symptome ist groß und unspezifisch. Deshalb heißt die Devise: Nur eine ärztliche Diagnose kann über den individuellen Gesundheitsstatus Auskunft geben.
Bei Donald Trump war laut offiziellen Quellen bislang lediglich eine chronisch-venöse Insuffizienz bestätigt – weitere Details hält das Präsidentenbüro unter Verschluss. Die öffentliche Diskussion um Trumps Hormonspiegel bleibt deshalb weiter Spekulation. Experten raten: Wer unsicher bezüglich gesundheitlicher Risiken ist, sollte sich immer medizinisch beraten lassen.
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Verwendete Quelle:
Donald Trump: Sein Minister schwärmt - wie gefährlich ist zu viel Testosteron?










