„Ich will, dass die Wahlen ehrlich sind“ Donald Trump blamiert seine Sprecherin im Weißen Haus

Donald Trump sorgt erneut mit Aussagen zur Wahlorganisation für Aufsehen. Wie reagiert seine Sprecherin Karoline Leavitt, als sie öffentlich widersprochen wird?

„Ich will, dass die Wahlen ehrlich sind“ Donald Trump blamiert seine Sprecherin im Weißen Haus
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„Ich will, dass die Wahlen ehrlich sind“ Donald Trump blamiert seine Sprecherin im Weißen Haus
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Wenn Donald Trump sich äußert, bleibt selten alles ruhig – dieses Mal steht seine Pressesprecherin Karoline Leavitt besonders im Fokus. Kürzlich kam es im Weißen Haus zu einer Szene, bei der Trump seine Sprecherin vor laufenden Kameras bloßstellte und mit deutlichen Aussagen zur Organisation der US-Wahlen für heftige Debatten sorgte.

Trump fordert vom Weißen Haus mehr Kontrolle über Wahlen

Seit seinem erneuten Amtsantritt als US-Präsident pocht Donald Trump darauf, dass das Weiße Haus künftig eine viel stärkere Rolle bei der Durchführung der Wahlen einnehmen soll. Geradezu demonstrativ wiederholte er:

„Ich will, dass die Wahlen ehrlich sind. Ein Bundesstaat ist bei den Wahlen ein Agent der Bundesregierung. Ich weiß nicht, warum die Bundesregierung die Wahlen nicht selbst organisiert.“

Mit dieser Aussage positioniert sich Trump glasklar gegen das bisherige Wahlsystem der USA, bei dem die Organisation Sache der einzelnen Bundesstaaten ist. Seine Forderung nach Bundeseinmischung ist dabei alles andere als subtil – er legt es geradezu darauf an, eine Debatte über die Integrität des gesamten Wahlprozesses anzufachen, die das Land spätestens bei den anstehenden Zwischenwahlen im November 2026 spalten dürfte.

Pressesprecherin Karoline Leavitt in der Zwickmühle

Während Trump mit seinen Vorstellungen vorpreschte, bemühte sich die Pressesprecherin Karoline Leavitt, das politische Feuer zu löschen. Wenige Stunden vor Trumps Medienauftritt erklärte Leavitt, der Präsident beziehe sich auf den SAVE Act – ein vieldiskutiertes Gesetzesvorhaben rund um die Wahlregister und Wählerausweise. Pikant dabei: In Trumps Interview mit dem ehemaligen FBI-Vizedirektor Dan Bongino hatte er den SAVE Act mit keinem Wort erwähnt.

Statt Rückendeckung bekommt die junge Sprecherin aber einen öffentlichen Dämpfer: Trump ignoriert Leavitts Rechtfertigung einfach, widerspricht ihr vor laufenden Kameras und verlangt energisch:

„Die Bundesregierung sollte sich einmischen.“

Für Leavitt ist das nicht nur ein Imageschaden, sondern auch eine heikle Situation, denn sie muss nun den Spagat schaffen, Trumps Aussagen gegenüber Presse und Partei zu verteidigen, obwohl ihr Chef sie vor aller Welt zurückpfeift.

Wahlkampf-Rhetorik und der Druck auf Republikaner

Trump nutzt die Gelegenheit, um altbekannte Behauptungen über angebliche Wahlbetrügereien in demokratisch geführten Städten anzufachen. So erklärt er unverblümt:

„Schauen Sie sich Detroit an. Schauen Sie sich Pennsylvania an. Schauen Sie sich Philadelphia an. Schauen Sie sich Atlanta an. Dort gibt es schreckliche Wahlkorruption.“

Die Behauptung, es gebe in diesen Städten massive Korruption, soll offenbar Misstrauen säen – besonders, weil mit den Zwischenwahlen eine mögliche Machtverschiebung im Kongress droht.

Trump macht seinen republikanischen Mitstreitern gleichzeitig Druck, weil er die Aussicht einer Mehrheit der Demokraten im Kongress fürchtet. Bei einem Wahlsieg der Demokraten könnten neue Amtsenthebungsverfahren – ein weiteres „Impeachment“ – auf Trump zukommen. Viele Beobachter sind sich einig: Mit diesen Aussagen will der Präsident vor allem Unsicherheiten schüren und die Reihen der Republikaner schließen.

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Verwendete Quelle:

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