Kaum ein anderer US-Präsident sorgt privat und politisch für so viele Diskussionen wie Donald Trump. Jetzt steht seine Gesundheit wieder im Rampenlicht – und das sorgt für ordentlich Zündstoff hinter den Kulissen des Weißen Hauses. Welche Hinweise befeuern die Spekulationen, und wie reagiert das Umfeld?
Auf den Spuren verdächtiger Symptome
Die jüngsten Spekulationen über den Gesundheitszustand von Donald Trump kommen ausgerechnet von einem Mediziner: Der amerikanische Professor Thomas Davidson von der Washington State University hat im Podcast ungewöhnliche Beobachtungen zu Trumps Auftreten geteilt. Aus seiner Sicht zeigen gleich mehrere Szenen und Verhaltensweisen des Ex-Präsidenten Hinweise auf einen möglichen Schlaganfall – oder zumindest auf ernsthafte medizinische Probleme.
Davidson führt mehrere Indizien ins Feld: Auffällige Veränderungen in Trumps Gang – so habe der Ex-Präsident einen schlurfenden Gang entwickelt. Außerdem soll er in Videos häufiger die rechte Hand mit der linken Hand geführt haben, was besonders bei einem Rechtshänder auffällig ist. Hinzu kommen sprachliche Unsicherheiten, die Anfang 2025 beobachtet wurden, sowie auffällige Tagesmüdigkeit. Eine spezielle Sequenz sorgte für besonders viele Fragen: Trump stieg die Treppe von Air Force One herunter und hielt sich dabei links an der Rampe fest, ein ungewöhnliches Verhalten für einen Rechtshänder. Davidson stützt sich dabei auf medizinische Erfahrung und sagt:
„Eine solche Symptomatik könnte Folgen eines Schlaganfalls auf der linken Hirnhälfte beschreiben.“
Ein weiteres Indiz ist laut Davidson die verschriebene hohe Dosis Aspirin, die dazu dienen könne, erneuten Schlaganfällen vorzubeugen – insbesondere, wenn bereits eine erhebliche Verengung der Hirngefäße festgestellt wurde.
„Die Gabe von Hochdosis-Aspirin ist in solch einem Fall tatsächlich keine Seltenheit“, erklärt er weiter.
Verwirrung um Diagnosen und Ärger im Weißen Haus
Richtig heikel wurde es, als Trump selbst für neue Spekulationen sorgte. Er sprach vor kurzem von einer medizinischen Untersuchung, erwähnte dabei zuerst eine Gehirn-„MRI“ und wenig später dann einen CT-Scan – obwohl es sich dabei um zwei grundlegend verschiedene Verfahren handelt. Als er auf sichtbare Blutergüsse an seinen Händen angesprochen wurde, erklärte er, das komme von seiner regelmäßigen Aspirin-Einnahme zur Blutverdünnung.
Das Weiße Haus lässt derartiges nicht auf sich sitzen. Die Reaktion: heftig und direkt.
„Das sind absurde Verleumdungen“, heißt es aus Präsidenten-Kreisen.
Vor allem Karoline Leavitt, die als Sprecherin des Weißen Hauses fungiert, ergreift Partei für Trump und attackiert Professor Davidson frontal. Auch Trumps persönlicher Arzt wird mehrfach in Stellung gebracht, um die Gesundheit des Ex-Präsidenten zu betonen – dort heißt es wörtlich:
„Donald Trump ist bei bester Gesundheit.“
Transparenzforderungen und alte Geschichten
Die öffentliche Debatte dreht sich dabei längst nicht mehr nur um medizinische Details: Immer lauter wird der Ruf nach Offenlegung aller Gesundheitsakten des Ex-Präsidenten. Besonders der frühere Clinton-Berater Sidney Blumenthal sticht hervor. Seine klare Forderung:
„Alle medizinischen Akten und gesamten Bilddaten müssen sofort offengelegt werden.“
Auch ein älterer Vorfall gerät wieder in den Fokus: Schon 2018 gab es ein ungewöhnliches Vorgehen, als Trumps damaliger Arzt Harold Bornstein berichtete, dass die medizinischen Unterlagen von Trumps Bodyguard Keith Schiller in einer als einschüchternd wahrgenommenen Aktion abgeholt wurden.
Die neueste Kontroverse trifft auf eine amerikanische Öffentlichkeit, die ohnehin verunsichert ist. Der Streit um Gesundheitsinformationen und ihre Interpretation schürt das Misstrauen gegenüber Medien und politischem Betrieb gleichermaßen – nicht nur bei denen, die Trump ohnehin kritisch gegenüberstehen. Im Vergleich zu anderen Kandidaten, etwa Joe Biden, ist der Gesundheitsstatus plötzlich wieder ein zentrales Wahlkampfthema. Kann man sich auf die Kommunikation der Spitzenpolitiker noch verlassen? Diese Frage sorgt für Gesprächsstoff und hitzige Meinungen in den USA.
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Donald Trump: Schlaganfall-Gerüchte um "The Don" - Weißes Haus wütet











