Das nordkoreanische Atomwaffenarsenal könnte „bald“ die Raketenabwehrsysteme der USA übertreffen

Nordkoreas nukleares Potenzial wächst rasant und lässt Experten nervös werden. Kann das amerikanische Abwehrsystem bald nicht mehr mithalten?

Das nordkoreanische Atomwaffenarsenal könnte „bald“ die Raketenabwehrsysteme der USA übertreffen
© Republic of Korea
Das nordkoreanische Atomwaffenarsenal könnte „bald“ die Raketenabwehrsysteme der USA übertreffen

In den politischen Kreisen rund um Donald Trump wächst die Besorgnis: Die nukleare Aufrüstung Nordkoreas unter Kim Jong-un entwickelt sich rasant und bereitet den USA zunehmend Probleme. Aktuelle Berichte namhafter Forschungseinrichtungen zeigen, wie schnell das nordkoreanische Waffenarsenal wächst, sodass selbst Experten der US-Geheimdienste zunehmend alarmiert reagieren. Die Sorge ist konkret: Das Raketenprogramm Nordkoreas könnte binnen weniger als zehn Jahren eine Stärke erreichen, die die hochkomplexen amerikanischen Abwehrsysteme ernsthaft in Bedrängnis bringt.

Nordkorea auf der Überholspur: Raketen, Bomben und das Wettrennen um die Vorherrschaft

Zahlen unterstreichen diese Entwicklung eindrucksvoll. Nach Angaben der Defense Intelligence Agency besaß Nordkorea im Jahr 2025 rund zehn Interkontinentalraketen. Das Stimson Center schätzt die Zahl sogar auf bis zu 48 Raketen. Der Waffenexperte Ankit Panda von der Carnegie-Stiftung spricht von "mindestens 24" ICBMs – und betont, dass neue Raketen gerade produziert werden. Demgegenüber steht das US-Abwehrsystem Ground-Based Midcourse Defense (GMD) mit 44 einsatzbereiten Interzeptoren vor allem in Kalifornien und Alaska. Darüber hinaus gäbe es dort Kapazitäten, um bis zu 20 weitere Interzeptoren in Alaska unterzubringen.

Raketen gegen Raketen: Wer hat am Ende die Nase vorn?

Das Problem dabei ist der enorme Verbrauch von Interzeptoren: Um eine anfliegende Interkontinentalrakete zu neutralisieren, feuert die US-Armee normalerweise gleich mehrere Abwehrraketen pro Ziel ab. Das ermüdet die Verteidigungsvorräte schnell, besonders wenn eine groß angelegte nordkoreanische Salve abgefeuert würde. Die USA investierten in den vergangenen drei Jahrzehnten mindestens 55 Milliarden Euro in die Entwicklung dieser Systeme. Doch Nordkoreas Eifer zum Ausbau seines nuklearen Arsenals lässt kaum Zweifel daran, dass dieses Investment auf die Probe gestellt wird. Experten sprechen von einer Jahresproduktion im Äquivalent von "zwölf bis fünfzehn Bomben aus spaltbarem Material". Im Vergleich dazu steigerte Indien zwischen 2024 und 2025 seine Sprengkopfzahl um acht Stück, wodurch es nun 180 besitzt. Die Geschwindigkeit, mit der Nordkorea sein Arsenal ausbaut, sorgt bei Analysten für wachsende Sorgen.

Neue Abschreckung: Sicherheit durch nukleare Überlegenheit?

Obwohl Nordkorea bislang "noch nie seine Fähigkeit zu einem groß angelegten Raketenangriff demonstriert hat", zeigt sich ein deutlicher Kurswechsel: Die Führung in Pjöngjang zeigt sich weniger zurückhaltend. Ankit Panda bringt es auf den Punkt:

"Sie haben nun einen nuklearen Gegner, der viel weniger zögert als noch vor einigen Jahren."

Die Reichweite und Feuerkraft der Waffen bedrohen nicht nur US-Militärstützpunkte im Pazifik wie Guam, sondern auch die amerikanischen Verbündeten in Asien. Der ehemalige Chefunterhändler Südkoreas, Chun Yungwoo, kommentiert:

"Er könnte denken, dass er sicher ist, solange er den USA und ihren Verbündeten Schaden zufügen kann."

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Verwendete Quelle:

L'arsenal nucléaire de la Corée du Nord pourrait "bientôt" surpasser les systèmes antimissiles des États-Unis

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