Krankenkassen 2026 im Kostencheck lohnt sich ein Wechsel wirklich

Viele Deutsche könnten 2026 mehr für ihre Krankenkasse zahlen. Was heißt das für die Versicherten und warum schauen so viele jetzt genauer hin?

Krankenkassen 2026 im Kostencheck lohnt sich ein Wechsel wirklich
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Der Überblick zeigt, wer jetzt handeln sollte und was es zu beachten gibt.

Beitragssätze steigen deutlich 2026

Schon Anfang 2026 mussten viele gesetzlich Versicherte schlucken: Die Zusatzbeiträge bei den Krankenkassen steigen spürbar an. Zwar bleibt der allgemeine Beitragssatz stabil bei 14,6 % des Bruttogehalts, doch der Zusatzbeitrag wird im Schnitt auf 2,9 % angehoben – das ist satte 0,4 Punkte mehr als zuvor. Solche Erhöhungen sollen laut den Kassen dabei helfen, Finanzlücken zu schließen, aber sie belasten das Portemonnaie der Versicherten.

Von insgesamt 72 geprüften Kassen haben laut Stiftung Warentest gleich 35 den Zusatzbeitrag erhöht, 36 belassen ihn unverändert und nur eine einzige Kasse hat gesenkt. Beispiele gefällig? Bei der Techniker Krankenkasse liegt der Gesamtsatz bei 17,29 %, DAK springt auf 17,8 % (zuvor 17,4 %) und die BKK Firmus bleibt mit 16,78 % günstig. Die Knappschaft positioniert sich mit 18,9 % deutlich am oberen Ende.

Spart ein Kassenwechsel wirklich Geld

Ob sich der Aufwand eines Wechsels lohnt? Das hängt ganz von der persönlichen Situation ab. Gerade Selbstständige, die ihren Kassenbeitrag komplett selbst stemmen, können teils mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Für Angestellte fällt die Ersparnis geringer aus, da der Arbeitgeber hälftig beteiligt ist.

Doch Vorsicht: „Geringere Beiträge heißen auch mehr zu versteuerndes Einkommen, das schmälert den echten Spareffekt“, warnt die Verbraucherzentrale Bayern.

Wer von einer Beitragserhöhung betroffen ist, kann von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen:

„Das ist möglich bis zum 31. Januar, wenn der neue Satz ab 1. Januar gilt. Der Wechsel wird dann in der Regel zwei Monate später wirksam.“

Ausnahme: Manche freiwillig Versicherte mit besonderen Tarifen haben dieses Recht nicht sofort.

Was du beim Krankenkassenwechsel beachten solltest

Ein überstürzter Wechsel kann Folgen haben. Neben dem Beitrag sind die konkreten Leistungen wichtig: Bietet die neue Kasse attraktive Programme zur Prävention, zügige Terminvergabe oder gute digitale Services? Und werden laufende Behandlungen ohne Unterbrechung übernommen?

Laut ndr.de sollte man Angebote vorab immer schriftlich bestätigen lassen. Außerdem lohnt sich ein kritischer Blick auf Vergleichsportale wie krankenkassen.de oder Verivox – sie helfen beim Überblick, sind aber nicht immer komplett aktuell oder vollständig.

Stiftung Warentest rät:

„Nur wer genau hinschaut, kann am Ende wirklich gewinnen.“

Im Zweifel helfen offizielle Beratungsstellen wie Verbraucherzentralen weiter.

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Verwendete Quelle:

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