Mexiko: Archäologen machen schaurigen Fund in Tempel

Mexiko: Archäologen machen schaurigen Fund in Tempel

Mexikanische Experten haben den ersten Tempel entdeckt, der Xipe Totec gewidmet ist, einem Gott der Fruchtbarkeit, bei dessen Kult Menschenleben geopfert wurden.

In Mexiko haben Archäologen einen Tempel gefunden, der einen etwas fragwürdigen Stil hat. Im Bundesland Puebla im Herzen Mexikos haben Forscher des Instituts für Anthropologie und Geschichte einen Tempel entdeckt, der Xipe Totec gewidmet war.

In den Ruinen des Gebäudekomplexes, der im 11. Jahrhundert von den Popolocas errichtet wurde, entdeckten die Forscher mehrere Darstellungen dieses Gottes der Fruchtbarkeit. So fanden die Experten zwei Skulpturen in Schädelform sowie einen Oberkörper aus Stein.

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Zerstückelte Opfer

Dieser hatte eine zusätzliche Hand, die von einem Arm herabhing, was vermuten lässt, dass der Gott mit der Haut eines Opfers bedeckt wurde.

Die damaligen Priester verehrten Xipe Totec, indem sie menschliche Opfer zerstückelten und ihnen die Haut abzogen. Dieses Ritual sollte Fruchtbarkeit und Erneuerung bringen.

Xipe Totec war einer der wichtigsten Götter in der Zeit kurz vor der spanischen Invasion, die auf 1519 zurückgeht.

Erste Entdeckung eines Tempels

Es ist nicht das erste Mal, dass Xipe Totec von sich reden macht: Es wurden bereits zuvor zahlreiche Beschreibungen gefunden, unter anderen bei den Azteken. Aber es ist das erste Mal, dass ein Tempel gefunden wird, der ihm gewidmet ist, und eine Statue, die ihn darstellt.

"Ein Tempel, der diesem Gott geweiht ist, bedeutet nicht zwangsläufig, dass es sich auch um den Ort handelt, an dem die Opferungen stattfanden. Die aztekischen Riten liefen so ab, dass man die Opferung an einem Ort vornahm und die Häute an einem anderen aufbewahrte, nachdem sie mehrere Tage lang von Menschen getragen worden waren", erklärt die Archäologin Susan Gillespie von der Universität von Florida im Gespräch mit Detroit News.

"Der Tempel könnte der Ort sein, an dem diese gelagert wurden, was ihn noch heiliger machen würde", fährt sie fort. Die Berichte über das Ritual erzählen vom Tod bei einem Kampf, der dem von Gladiatoren ähnelt. Dabei wurden die Opfer nicht zwangsläufig per Zufall gewählt.

Ein Altar wurde gefunden

Der Aufbau der Stätte, die die Forscher freigelegt haben, untermauert die These, dass die Menschen auf einer Steinempore geopfert wurden, die einem Altar ähnelt.

Bei den Ausgrabungen haben die Forscher in der Mitte der Basis einer Pyramide im Ndachjian-Tehuacán-Komplex zwei Opferaltäre, drei Steinskulpturen und weitere architektonische Elemente gefunden.

• Fred Eilig
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