Mensch der Zukunft: So könnte der Mensch in 3000 Jahren aussehen

Mensch der Zukunft: So könnte der Mensch in 3000 Jahren aussehen

Matthew Skinner, Paläoanthropologe an der Universität von Kent in Großbritannien, hat Szenarien aufgestellt, die auf die Menschheit zukommen könnten. Besonders drastisch könnte sich der Körperbau des Menschen verändern.

Die heutige Menschheit ist das Ergebnis einer komplexen Evolution, die noch nicht zu Ende ist. Die Veränderungen in der Umwelt haben dazu geführt, dass sich das Aussehen unserer Ahnen nach und nach verändert hat. Es ist daher vollkommen legitim, zu denken, dass unsere Nachfolger ebenfalls Eigenschaften entwickeln könnten, die sich von unseren leicht unterscheiden.

Es ist allerdings schwierig, sich vorzustellen, wie der Mensch in 3.000 Jahren aussehen wird. Zumal unklar ist, ob der Mensch bis dahin weiter die Erde oder vielleicht andere Planeten bevölkert. Die Anzahl der möglichen Szenarien ist unendlich, und heute ist es noch unmöglich, vorauszusagen, mit welchen Ereignissen die Menschheit konfrontiert sein wird, die sie dazu zwingen werden, sich anzupassen, um zu überleben.

Matthew Skinner schweben drei Umgebungen vor, in denen der Mensch künftig leben könnte.

Leben in einer Unterwasserwelt

Das erste Szenario ist eine Unterwasserwelt, die infolge der Klimaerwärmung und der daraus resultierenden Eisschmelze resultiert. Auf dieser Erde, die größtenteils mit Wasser bedeckt ist, müssen die Menschen exzellente Schwimmer sein. Matthew Skinner führt an, dass Veränderungen am Körper wie Hände und Füße mit Schwimmflossen für eine bessere Fortbewegung im Wasser entstehen könnten.

Weitere anatomische Besonderheiten könnten dieses halbaquatische Leben begleiten, wie ein Rückgang der Behaarung, um die Hydrodynamik zu steigern, Augen wie die von Katzen, um in trübem Wasser sehen zu können und kleinere Lungen, die eventuell durch künstliche Atemsysteme ergänzt werden könnten.

Eine Zivilisation auf einem anderen Planeten

Die zweite Welt, die sich der Paläoanthropologe ausgemalt hat, befindet sich im Weltraum. In diesem Szenario hat die Menschheit einen anderen Planeten besiedelt. Sie ernährt sich nur noch von Flüssignahrung und Gelkapseln. Diese Veränderung der Ernährung würde dazu führen, dass der Kiefer und die Zähne weniger benutzt würden. Sie würden immer schwächer und würden sich nach und nach zurückbilden.

Diese Tendenz könnte sich am ganzen Organismus bemerkbar machen. „Aufgrund einer Abwesenheit natürlicher Feinde und des Rückgangs der Erfordernis körperlicher Anstrengungen könnte die Körpergröße zurückgehen“, erklärt der Forscher. Mit anderen Worten wären die künftigen Bewohner des Alls vermutlich deutlich kleiner als wir.

Eine neue Eiszeit

Zuguterletzt stellt Matthew Skinner ein Szenario auf, in dem die Erde in die Eiszeit zurückkehrt. Dem Forscher zufolge könnte dies mit einem erheblichen Rückgang des Sonnenlichts einhergehen, das auf die Erde fällt.

Es handelt sich beim Sonnenlicht aber um ein Element, das für unser Überleben unentbehrlich ist und es uns insbesondere ermöglicht, Vitamin D zu produzieren. In diesem Fall könnten die Menschen sich so weiterentwickeln, dass die Aufnahme von Licht begünstigt wird, zum Beispiel durch eine hellere Haut und hellere Haare. Die Körperbehaarung würde außerdem dichter werden, um Schutz vor der Kälte zu bieten.

All diese Elemente basieren natürlich auf Hypothesen. Dennoch unterstreicht Matthew Skinner, dass eine Veränderung in der Lebensumwelt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf die Evolution des Menschen hätte. Die Evolution wäre unerlässlich, um unter neuen Bedingungen zu überleben. Die Veränderungen würden allerdings Hunderte, wenn nicht sogar Tausende von Jahren in Anspruch nehmen.

• Carina Levent
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