Forschende behaupten: Glasperlen auf dem Mond enthalten Milliarden Tonnen Wasser

Einst als völlig trockener Stern betrachtet, ist der Mond, der hoch im Äther über uns wacht, tatsächlich viel weniger trocken als wir dachten. Das Wasser soll angeblich in dicken Glasperlen aus Meteoriten enthalten sein.

Forschende behaupten: Glasperlen auf dem Mond enthalten Milliarden Tonnen Wasser
© Natacha Lor / 500px@Getty Images
Forschende behaupten: Glasperlen auf dem Mond enthalten Milliarden Tonnen Wasser

Dachtet ihr, dass es auf der Mondoberfläche kein Wasser gibt? Nun, da liegt ihr leider falsch. Lange Zeit als großer, steriler Kieselstein angesehen, sind sich Astronom:innen heute einig, dass er über Wasser verfügt.

Die chinesische Weltraummission

Laut einer Studie, die auf der Analyse neuer Proben basiert, stellt sich heraus, dass unser einzigartiger Satellit tatsächlich mit Milliarden Tonnen Wasser gefüllt ist. Aber wie ist das möglich? Wir erklären es euch.

Ausnahmsweise ist die NASA nicht dabei. Es ist eine chinesische Weltraummission (Chang'e-5), die uns heute anhand von Proben des Mondbodens das Vorhandensein eines riesigen Wasserreservoirs offenbart. Die in Nature Geoscience veröffentlichte Studie lehrt uns eine Menge über den grauen Stern, von dem wir dachten, dass wir ihn gut erforscht hätten.

Tausende Glasmurmeln

Nach Angaben des Wissenschaftlerteams, das sich die Proben ansah, würde das betreffende Wasser in Form einer Glaskugel kristallisiert sein. "Dank dieser Entdeckung ist das Potenzial für eine nachhaltige Erforschung des Mondes größer als je zuvor" sagte Mahesh Anand, Professor für Planetenwissenschaft und -erkundung an der Open University.
Tatsächlich könnten diese Kugeln laut dem Professor im Rahmen zukünftiger bemannter Missionen extrahiert werden.

Meteoriten und Sonnenwinde

Aber woher kommt dieses ganz spezielle Wasser? Laut den Wissenschaftler:innen, die diese feinen Glasperlen (weniger als einen Millimeter) analysierten, sollen sie entstehen, wenn Meteoriten auf den Mond treffen. Sie projizieren dann geschmolzene Tröpfchen, die kristallisieren.


Dieser Prozess ist darauf zurückzuführen, dass die sauerstoffreichen Tropfen mit den wasserstoffkernreichen Sonnenwinden (vor denen der Mond nicht geschützt ist) in Kontakt kommen. Das Wasser wird dann durch Reaktion eingefangen.

Doch die Ergebnisse der Forscher:innen gehen noch weiter: In der Tat könnte die Wassermenge bis zu 270 Milliarden Tonnen betragen, wenn man alle unsere lieben Satelliten berücksichtigt.

Verwendete Quelle:

Nature Geoscience: A solar wind-derived water reservoir on the Moon hosted by impact glass beads

Aus dem Französischen übersetzt von Gentside Frankreich

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