Nach dem wohlverdienten Sieg bei den Olympischen Winterspielen in Italien wollten viele Fans wissen, ob die US-amerikanischen Hockeyspielerinnen die übliche Ehrenrunde im Weißen Haus drehen würden. Überraschend kam die klare Reaktion des Teams: Ein Treffen mit Präsident Donald Trump wird es vorerst nicht geben. In einer offiziellen Erklärung bedankten sich die Athletinnen herzlich für die Einladung, lehnten aber ab – mit dem Verweis auf „bereits zuvor vereinbarte akademische und berufliche Verpflichtungen“. Damit zeigten die Spielerinnen Stil, aber auch klare Prioritäten. Die Entscheidung steht: Akademische und berufliche Termine gehen vor den Handschlag mit dem Präsidenten.
Höfliche Absage und ein voller Terminkalender
Die Goldmedaille wurde gefeiert, die Einladung kam nach – zu spät für einen spontanen Besuch in Washington. Offiziell heißt es aus dem Team:
„Wir sind aufrichtig dankbar für die Einladung an unser mit der Goldmedaille ausgezeichnetes US-amerikanisches Frauen-Eishockeyteam und wissen die Anerkennung ihrer außergewöhnlichen Leistung sehr zu schätzen. Aufgrund des Zeitpunktes und bereits zuvor vereinbarter akademischer und beruflicher Verpflichtungen nach den Spielen können die Athletinnen jedoch nicht teilnehmen.“
Laut einer anonymen Quelle der Associated Press kam die Anfrage der Präsidentschaft so kurzfristig, dass Flüge und Pläne nicht mehr umgeworfen werden konnten. Die Männercharter flog bereits Richtung Miami, die Frauen mussten mit Linienflieger nach Atlanta abreisen. Die nächsten Aufgaben warten: Die NHL startet wieder mit fünf Spielen am Mittwoch, die PWHL folgt am Donnerstag.
Witzige Trump-Ansage sorgt für Diskussionen
Während das Frauenteam ihre Absage versandte, erregte eine Szene im Netz besondere Aufmerksamkeit: In der Kabine der Männer nach ihrem Finalsieg gegen Kanada (2:1), der manchen an das berühmte „Miracle on Ice“ von 1980 erinnerte, landete Trump selbst per Telefon.
„Am Dienstag halten wir die Rede zur Lage der Nation. Ich könnte ein Militärflugzeug senden. Wenn ihr Lust habt …“, bot er amüsiert an.
Und er legte nach:
„Ich muss euch sagen, wir müssen die Frauenmannschaft mitbringen, das wisst ihr doch. Ansonsten würde es wahrscheinlich ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn geben.“
Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken ließen nicht lange auf sich warten. Medien wie pbs.org und theguardian.com berichteten über die außergewöhnliche Dynamik und die gewitzte Bemerkung von Trump. Doch die sportlichen Verpflichtungen wogen offenbar schwerer als der Präsidentenbesuch. Offiziell kommentiert das Weiße Haus den Rückzug der Frauen bislang nicht.
Feier im Männerteam: Kash Patel in der Kabine
Mitten in der ausgelassenen Stimmung des Männerteams zeigte ein weiteres Detail, wie eng Politik und Sport manchmal werden. Der FBI-Direktor Kash Patel war im Trikot dabei und stimmte lautstark Toby Keiths „Courtesy of Red, White and Blue“ an. Nach kritischen Kommentaren rechtfertigte er sich öffentlich:
„An die sehr besorgten Medien. Ja, ich liebe Amerika und war zutiefst geehrt, als mich meine Freunde, die frischgebackenen Goldmedaillengewinner des Teams USA, in die Umkleidekabine eingeladen haben, um diesen historischen Moment mit den Jungs zu feiern.“
Damit wurde einmal mehr deutlich, wie viel öffentliche Aufmerksamkeit auf jedem Detail dieses Finales lag.
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