Fußball WM: Menschenrechts-Volunteerin verteidigt Austragung in Katar

Katar ist in aller Munde - aber nicht, weil dort bald die Fußball-WM der Männer stattfindet, sondern wegen der Menschen- und Frauenrechte, die dort verletzt werden bzw. die es nicht gibt.

Es steht bereits fest, gegen welche Teams Deutschland bei der WM in Katar antreten wird.Einige Fans freuen sich schon auf die WM, trotz der anhaltenden Kritik am Gastgeberland, das Frauenrechte einschränkt, queere Personen strafrechtlich verfolgt und Arbeitsmigrant:innen auch für die WM ausbeutet.

Pro-Katar

Neben einigen Fußballspielern der deutschen Nationalelf gibt es jedoch immer wieder Stimmen, die für die Austragung in Katar eintreten. Unlängst verkündet Sportexpertin Sylvia Schenk im ZDF zu Besuch bei Markus Lanz ihre Meinung.

Die Leichtathletin aus den 1970er-Jahren reist als "Menschenrechtsvolunteerin" nach Katar, um sich vor Ort um die angereisten Fans zu kümmert. Über Katar sagt sie, es könne keine Überraschung sein, "dass das eine erzkonservative Gesellschaft ist", doch es gebe einige reformwillige Bemühungen.

Fortschritt in Katar?

Im Vergleich zu anderen Nachbarstaaten in Saudi-Arabien sei das Land weiter, was auch der Tatsache zu verdanken sei, dass hier die WM stattfinden würde.

Diesen Argumenten würde allein die Tatsache widersprechen, dass Katar ein nationales Frauen-Fußballteam gegründet hatte - wie die FIFA es verlangt habe - nur um sie nach Erhalt der WM wieder aufgelöst zu haben, findet ZDF-Sportreporter Jochen Breyer.

Breyer hat in Katar die ZDF-Doku "Geheimsache Katar" gedreht. Mehr dazu im Video.

Verwendete Quelle:

T-online: "Menschenrechts-Volunteer" Schenk verteidigt Katar

Katar: Selbsternannter Nostradamus sieht WM-Siegermannschaft vorher Katar: Selbsternannter Nostradamus sieht WM-Siegermannschaft vorher