Donald Trump sorgt immer wieder mit provokanten Aussagen für Aufsehen. In einem aktuellen Interview macht er deutlich, wie er seine Macht in der internationalen Politik sieht und wie wenig er dabei auf rechtliche Grenzen gibt. Was steckt hinter seinen jüngsten Aussagen zur Rolle der USA in der Welt und warum kommt der Donald Trump mit dem Wunsch nach dem Kauf von Grönland schon wieder in die Schlagzeilen ?
Trump setzt auf sein eigenes Moralverständnis
Es ist eine klare Ansage: Der Präsident der Vereinigten Staaten verlässt sich laut eigener Aussage in der Außenpolitik ausschließlich auf sein eigenes Gewissen. „Nur mein Sinn für Moral kann mich zurückhalten“, erklärt Donald Trump im Interview mit der New York Times. Statt internationales Recht zu akzeptieren, stellt er eigenen Maßstäben den Vorrang ein. Auf die Frage nach Grenzen seiner globalen Macht sagt er lediglich, sein eigener moralischer Kompass sei das Einzige, was ihn stoppen könnte.
Internationale Regeln? Für Trump nicht bindend – zumindest nicht in erster Linie. Wenn es sein eigenes Interesse oder das der USA verlangt, sieht er offenkundig kaum Hürden. Erst auf Nachhaken der Journalisten räumt er ein, dass die Vereinigten Staaten sich dem internationalen Recht „schon auch“ beugen müssten, schränkt aber gleich wieder ein: Das gelte nur, „je nachdem, wie man es definiert“.
Grönland: Trumps umstrittene Wunsch-Insel
Dass Trump manchmal wie ein Immobilienentwickler denkt, zeigte sich schon öfter – nun aber auch in der Außenpolitik. Sein Interesse an Grönland ist nach wie vor ungebrochen. Für den Präsidenten ist die größte Insel der Welt mehr als nur ein geographischer Punkt: Sie ist aus seiner Sicht strategisch wichtig für die Sicherheit der USA und zudem reich an Bodenschätzen.
Er bekräftigt: Die USA hätten Interesse daran, Grönland zu erwerben. Die New York Times zitiert Trump mit den Worten, es sei „psychologisch notwendig für den Erfolg der Vereinigten Staaten“. Und die Regierung betont mehrfach: Auch eine militärische Option steht weiterhin zur Diskussion. Kein Wunder, dass diese Aussagen die ohnehin nicht einfachen Beziehungen zum dänischen Königreich, dem Grönland gehört, noch mehr belasten.
Debatte um Recht und Macht in der US-Politik
Schon die jüngste Militäraktion gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte im US-Kongress heftige Diskussionen über die Grenzen präsidialer Macht ausgelöst. Viele Parlamentarier wollten wissen, auf welcher rechtlichen Basis solch weitreichende Entscheidungen stehen. Dass Trump sich aber nur durch seinen „eigenen Sinn für Moral“ einschränken lassen will, sorgt gerade im Hinblick auf die internationalen Verpflichtungen der USA für zusätzliche Unruhe.
Laut dpa könnten Trumps Äußerungen dazu beitragen, dass der Respekt gegenüber dem Völkerrecht weiter schwindet – und dass die Weltgemeinschaft immer genauer auf die kommenden Schritte der USA blickt. Auch das Thema Grönland ist hier ein weiterer Zündstoff: Sollte Washington wirklich versuchen, die Insel zu erwerben, droht ein neuer Streit mit dem Verbündeten Dänemark – und eine erneute internationale Debatte über die Rolle der USA im arktischen Raum.
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Donald Trump News: Trump: Nur mein Sinn für Moral kann mich zurückhalten












