Neuer Bußgeldkatalog: Politiker:innen einigen sich auf höhere Bußgelder für Raser und Co.

Nach langen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern ist es so weit: Der neue Bußgeldkatalog für Fahrer:innen ist da. Viele Regelverstöße im Straßenverkehr werden jetzt teurer geahndet. Wir haben die Details für dich.

Neuer Bußgeldkatalog: Politiker:innen einigen sich auf höhere Bußgelder für Raser und Co.
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Im letzten Jahr konnten die verschärften Bußgeldregeln wegen eines Formfehlers nicht in Kraft treten. Das löste eine scharfe politische Diskussion aus, wie Bild.de berichtet. Doch im Oktober konnte sich der Bundesrat einigen und bestätigte einstimmig die Verschärfungen. Ab dem 9. November 2021 treten sie in Kraft.

Darüber wurde diskutiert

Diskutiert wurde darüber, ob es härtere Fahrverbotsregeln bei zu schnellem Fahren braucht - die Politiker:innen entschieden sich dagegen. Stattdessen werden die Bußgelder teurer werden.

Abgesehen von den höheren Strafen gibt es einige Neuerungen. Unverändert bleiben nur die Fahrverbotsregeln und die Regelungen zu Punkten in Flensburg, wenn man zu schnell fährt.

Das sind die Änderungen

Höhere Geldstrafen gibt es (s. auch Video):

  • beim verbotswidrigen Parken auf Geh- und Radwegen
  • bei unerlaubtem Halten auf Schutzstreifen
  • beim Halten oder Parken in zweiter Reihe

Zu den Neuerungen zählen:

  • eine Geldstrafe von 55 Euro bei unberechtigten Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge
  • die unerlaubte Nutzung einer Rettungsgasse

Damit wird die unerlaubte Nutzung einer Rettungsgasse jetzt genauso geahndet wie das Nichtbilden einer Rettungsgasse. Dafür drohen Strafen zwischen 200 und 320 Euro sowie ein einmonatiges langes Fahrverbot.

Auch für Lkw-Fahrer:innen gibt es Neuerungen: Wer mit seinem/ ihrem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nicht in Schrittgeschwindigkeit fährt, kann bis zu 70 Euro Strafe zahlen und sammelt einen Punkt ein.

Bußgeld-Katalog 2021

(Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

innerorts

  • bis 10 km/h zu schnell: 30 Euro Bußgeld
  • 11-15 km/h zu schnell: 50 Euro Bußgeld
  • 16-20 km/h zu schnell: 70 Euro Bußgeld
  • 21-25 km/h zu schnell: 115 Euro Bußgeld
  • 26-30 km/h zu schnell: 80 Euro Bußgeld
  • 31-40 km/h zu schnell: 260 Euro Bußgeld
  • 41-50 km/h zu schnell: 400 Euro Bußgeld
  • 51-60 km/h zu schnell: 560 Euro Bußgeld
  • 61-70 km/h zu schnell: 700 Euro Bußgeld
  • über 70 km/h zu schnell: 800 Euro Bußgeld

außerorts

  • bis 10 km/h zu schnell: 20 Euro Bußgeld
  • 11-15 km/h zu schnell: 40 Euro Bußgeld
  • 16-20 km/h zu schnell: 60 Euro Bußgeld
  • 21-25 km/h zu schnell: 100 Euro Bußgeld
  • 26-30 km/h zu schnell: 150 Euro Bußgeld
  • 31-40 km/h zu schnell: 200 Euro Bußgeld
  • 41-50 km/h zu schnell: 320 Euro Bußgeld
  • 51-60 km/h zu schnell: 480 Euro Bußgeld
  • 61-70 km/h zu schnell: 600 Euro Bußgeld
  • über 70 km/h zu schnell: 700 Euro Bußgeld

Im Video nennen wir dir weitere Verkehrssünden und wie teuer sie dir zu stehen kommen könnten!

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