„Bis ins Mark erschüttert“ Was ein schimmerndes Auge bei Baby Maggie wirklich bedeutete
Jennifer Salt aus Chesterfield ahnte nichts Böses, als sie bei ihrer kleinen Tochter eine seltsame Glanzlichterscheinung im Auge bemerkte. Doch dieser harmlose Moment wurde zum Start eines langen Kampfes gegen eine seltene Krankheit.
Eine leuchtende Reflexion im Auge, dazu eine Schwellung und merkwürdiger Ausfluss – das waren die ersten Anzeichen, die Jennifer Salt beunruhigten. Die Mutter wandte sich wiederholt hilfesuchend an Ärztinnen und Ärzte, nachdem sie die Veränderungen bei Maggie entdeckt hatte. Obwohl ihr zuerst mehrmals signalisiert wurde, dass alles in Ordnung sei, ließ sie sich nicht abwimmeln. Erst nachdem ihr lokaler Abgeordneter einschritt, wurde eine umfassende Untersuchung veranlasst. Die Diagnose, die die Familie daraufhin traf, sollte ihr Leben auf den Kopf stellen.
Von harmloser Schwellung zum Schockbefund: Rar und heimtückisch
Nach zahlreichen Terminen wurde im November 2021 bei Maggie, kaum wenige Monate alt, ein seltener Augenkrebs festgestellt: bilaterales Retinoblastom. Dabei wurde das rechte Auge mit „Grad B“, das linke sogar mit „Grad E“ eingestuft – letzteres bedeutete keinerlei Sehfähigkeit mehr. Für Jennifer Salt war das ein furchtbarer Moment, den sie so beschreibt:
„Bis ins Mark erschüttert““.
Therapien, Rückschläge, Hoffnung – das Leben mit dem Retinoblastom
Schon mit vier Monaten stand die erste Chemotherapie an, um die Tumore zu verkleinern. Die Behandlung hinterließ aber Spuren: Nach der starken Schrumpfung musste das linke Auge operativ entfernt werden. Leider wurde der eingepflanzte Kunstaugapfel von Maggies Körper abgestoßen. Als Ersatz wurde Gewebe aus der Gesäßregion transplantiert, um die Augenhöhle zu füllen – das führte allerdings zu anhaltender Zystenbildung. Mehrfach war deshalb eine spezielle Verödung (Sklerotherapie) nötig.
Zwischenzeitlich erschreckte ein weiterer Verdacht: Bei einer Routineuntersuchung fiel eine neue Masse an der Zirbeldrüse auf. Nach etlichen Angstmomenten stellte sich das aber als harmlose Zyste heraus. Die rechte Seite bewahrt Maggie bisher ihre Sehkraft – wie viel genau, ist aber immer noch nicht ganz sicher. Die verantwortlichen Ärztinnen und Ärzte sprechen von einer „signifikanten“ Restwahrnehmung.
Laut den Fachleuten besteht wegen der besonderen Krebsform auch weiterhin ein erhöhtes Risiko auf neue Tumore, noch bis zu ihrem sechsten Lebensjahr – und theoretisch auf weitere Krebserkrankungen.
Psychische Narben: Wenn der Alltag zur Herausforderung wird
Die medizinische Belastung ist nur eine Seite der Medaille. Jennifer Salts Gesundheit litt ebenfalls erheblich unter dem seelischen Stress, den sie nach den langen Monaten zwischen Hoffen und Bangen durchmachte. Auch Maggie selbst bekam die Folgen ihres Handicaps im sozialen Leben deutlich zu spüren – wiederholt wurde sie von anderen Kindern oder Fremden angeschaut oder gar angesprochen, wie ihre Mutter berichtet. Schüchternheit und fehlendes Selbstvertrauen erschwerten ihr zunächst den Start in den Kindergarten.
Erst als Maggie eine realistisch aussehende Prothese erhielt, wuchs der Mut allmählich zurück. Jennifer beobachtete, wie es ihrer Tochter endlich leichter fiel, Kontakte zu knüpfen und die ersten Schritte in ein „normales“ Schulleben zu gehen.
Doch der Bedarf an psychologischer und praktischer Unterstützung für Familien mit einem krebskranken Kind bleibt hoch. Jennifer sagt offen: Familien wie ihre müssten besser betreut werden, um mit den Folgen und Ängsten umgehen zu können. Der erlebte „traumatische Weg“ verlange nach speziellem Beistand.
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Verwendete Quelle:
Mum 'chilled to the core' after finding out what glow in baby's eye meant - OK! Magazine