Frankreich: Krankenschwester suspendiert, nachdem sie falsche Impfnachweise ausgestellt hat
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Frankreich: Krankenschwester suspendiert, nachdem sie falsche Impfnachweise ausgestellt hat

Eine Krankenschwester aus Paris ist angeklagt, weil ihr vorgeworfen wird, QR-Codes zu verteilen, die Menschen eigentlich nur mit einer Covid-19-Impfung zugeteilt werden.

Wie France Inter berichtet, wurde eine Krankenschwester aus dem Pariser Krankenhaus Groupe Hospitalier Universitaire (GHU) gefeuert, weil sie falsche Impfnachweise und QR-Codes an ungeimpfte Menschen verkauft hat.

Wachsender Verdacht

Die Krankenschwester hatte seit Januar in einem Impfzentrum gearbeitet, doch ihr verändertes Verhalten in letzter Zeit hatte ihre Kollegen und Kolleginnen stutzig gemacht, wie einer von ihnen gegenüber France Inter berichtet:

Sie ließ sie in ihre Kabine kommen, schickte die Kollegen raus, sie impfte die Leute nicht und ließ sich dafür bezahlen, dass sie ihnen trotzdem den QR-Code aushändigte, welchen man braucht, um verreisen zu können.

Die Behörden haben außerdem einen weiteren Mitarbeiter im Verdacht, an den Machenschaften beteiligt gewesen zu sein, weshalb auch er gefeuert wurde.

Gefälschte Bescheinigungen

Im Mai fing die Krankenschwester an, Termine zu machen, um die sie sich ganz persönlich kümmern wollte. Dann gab sie vor, den Personen die Impfung zu verabreichen, ohne, dass jemand anwesend war. Anschließend stellte ihnen das gefälschte Impfzertifikat aus.

Auch wenn all ihre Kollegen und Kolleginnen in dem Impfzentrum bereits auf ihr Verhalten aufmerksam geworden waren, wird sie erst später von einem Arzt auf frischer Tat ertappt. Eine Quelle berichtet gegenüber France Inter:

Normalerweise wird die Haut der Menschen, die geimpft werden, mit einem orangefarbenen Produkt desinfiziert. Der Arzt wollte überprüfen, ob die Leute geimpft wurden, doch er konnte keine Spur von dem Desinfektionsmittel finden: keine Farbe, kein Pflaster. Sie wurde auf frischer Tat erwischt.

Der Schock sitzt tief

Es war ein Schock ... und es stellt ein gesundheitspolitisches Problem dar, denn die Leute, die einen falschen Impfnachweis erhalten haben, sind gefährdet ... und sie gefährden andere.

GHU versichert, dass es sich dabei um einen isolierten Fall handelt und man dagegen vorgehen wolle, sobald man Näheres herausgefunden habe:

Die Aktionen der Person wurden schnell bemerkt und sobald die nötigen Beweise vorhanden waren, wurde sie innerhalb von 24 Stunden gestoppt.

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