NASA forscht: Wird der Mond bald bewohnbar?

Was wäre, wenn das Überleben auf dem Mond keine unmögliche Mission wäre?

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Gibt es auf dem Mond genug Sauerstoff für 8 Milliarden Menschen? Das geht zumindest aus einem Artikel in The Conversation vom 10. November hervor. Aber was hat es wirklich damit auf sich?

Sauerstoff in rauen Mengen auf dem Mond

Das Ziel der Artemis III-Mission der NASA ist es, "den Menschen auf den Mond zu bringen". Doch woraus besteht der Mond eigentlich?

Die Oberfläche des Mondes besteht hauptsächlich aus Mineralien wie Kieselsäure, Aluminium-, Eisen- und Magnesiumoxiden. Alle diese Mineralien enthalten Sauerstoff! Sauerstoff auf dem Mond ist im Regolith enthalten, einer dicken Schicht aus Gestein und feinem Staub, die sich auf der Oberfläche sowie bis zu 10 Meter unter der Oberfläche befindet.

Dr. John Grant, Geologe an der Southern Cross University (Australien), schätzt, dass der Regolith zu fast 50 % aus Sauerstoff besteht. Genug, um 8 Milliarden Menschen für 100 000 Jahre zu versorgen. Das ist eine gute Nachricht für uns Erdenbürger, nur ist das Vorhandensein von Sauerstoff nicht ausreichend. Er muss extrahiert werden, damit er vom Menschen aufgenommen werden kann.

Die große Herausforderung

Genau das ist die Herausforderung: die Gewinnung von Sauerstoff auf dem Mond. Die NASA und einige Unternehmen untersuchen, wie man diese Art der Extraktion durchführen kann, aber bisher wurde noch kein passendes Gerät dafür gebaut. Es braucht nämlich viel Energie, um den Sauerstoff im Material zu erreichen und zu gewinnen.

Nach Ansicht des australischen Geologen wäre es die beste Lösung, die vor Ort vorhandene Energie zu nutzen. Und eine der stärksten Energien, die in großen Mengen zur Verfügung steht, ist zweifellos die Sonnenenergie. Die NASA hat ihre Mondmission zwar auf das Jahr 2025 verschoben, will aber weiter an diesem spannenden Projekt arbeiten.