Globale Erwärmung: Tausende von Methanblasen in Sibirien bereit zum Platzen

Im Jahr 2016 wird ein beeindruckendes Phänomen beobachtet, das auf die globale Erwärmung zurückzuführen ist. Auf der sibirischen Insel Bely werden 7.000 Blasen aus Methan und Kohlendioxid entdeckt, die kurz vor der Explosion stehen.

In den letzten Jahren sind in Sibirien Tausende von riesigen Blasen aus Methan und Kohlendioxid aufgetaucht. Sie könnten jederzeit explodieren. Gilles Granjean, der Zuständinge für die französische Abteilung für geologische und mineralische Forschungen, sagt zu der franzsösischen Tageszeitung Ouest France:

Aufgrund des Klimawandels erwärmt sich der Permafrostboden. Beim Abkühlen geben die Blasen aus Methanhydraten, die sich nahe der Erdoberfläche befinden, Moleküle ab und gehen wieder in den gasförmigen Zustand über.

Mit dem Tauwetter strömt das Gas heraus, so dass sich Krater bilden. Im Jahr 2013 kam es zu solch einer Explosion auf der Taimyrhalbinsel.

Die Sorgen der Forscher:innen

Viele Forscher:innen sind der Meinung, dass die globale Erwärmung für diese riesigen Methanblasen verantwortlich ist. Sie glauben, dass die Hitzewelle in Europa dazu geführt hat, dass der Permafrostboden der Tundra aufgetaut ist, sodass Methangas bis an die Erdoberfläche freigesetzt werden konnten. Der Forscher Alexander Sokolov sagt zur Siberian Times:

Es ist wahrscheinlich, dass die zehn Tage Hitze bestimmte Mechanismen in Gang gesetzt haben. Die oberen Schichten des Permafrostbodens könnten aufgetaut sein, so dass große Mengen Gas entweichen könnten. Geologen vermuten, dass es sich um ein Leck im Boden handeln könnte, was jedoch insofern unwahrscheinlich ist, als sich in den von diesen Gasen gebildeten Blasen fester Permafrost befindet.

Was wir über Methanblasen wissen

In einem Interview mit der WebsiteAtlantico gibt Anne Fornier, eine Vulkanologin, die sich für die Problematik der Resilienz in vulkanischen Gebieten einsetzt, einen Überblick über die Methanblasen. Sie analysiert:

Methangas sammelt sich in der Tiefe an. Diese Ansammlungen werden Taliks genannt. Die Taliks bilden sich oft unter arktischen Seen, wenn sich das darin enthaltene Wasser erwärmt. Mit anderen Worten: Das Methan sammelt sich in Permafrost an, die aufgrund des Klimawandels unter der Oberfläche auftauen. Das Methan wandert aus tieferen Schichten durch subvertikale Spaltungen in die aufgetauten Gebieten, um einen Hohlraum zu füllen, der sich im Permafrost gebildet hat.

Obwohl immer mehr Methanblasen auftauchen, fügt sie hinzu:

All diese Veränderungen stellen ein Problem für die arktischen Ökosysteme und den Rest der Welt dar.

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Aus dem Französischen übersetzt von Gentside Frankreich

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