Nach Umwelt-Protestaktion: So wollen Museen sich in Zukunft schützen

In letzter Zeit häufen sich die Aktionen von Umweltaktivist:innen in Museen. Nach dem Tortenwurf auf die verglaste "Mona Lisa" im Pariser Louvre klebten sich zwei Leute am Rahmen der "Sixtinischen Madonna" fest. So wollen Museen sich jetzt schützen.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) ziehen Konsequenzen, nachdem sie im August Schauort einer Klimaprotestaktion wurden, bei der sich eine Frau und ein Mann der Gruppe "Letzte Generation" an den Rahmen der "Sixtinischen Madonna" von Raffael festgeklebt hatten.

Maßnahmen im Museum

Um sich in Zukunft besser zu schützen, plant die SKD einige Maßnahmen. Zum einen werde das Aufsichtspersonal Schulungen erhalten, um im Fall der Fälle präventiv zu reagieren.

Doch auch an den Kunstwerken könnten Änderungen vorgenommen werden. So könnten besonders gefährdete Gemälde verglast werden, so wie die "Mona Lisa".

Verbote für Besucher:innen

Auch für Museumsbesucher:innen wird es neue Auflagen geben, wie die verpflichtende Abgabe von Taschen und Jacken. SKD Sprecher Holger Liebs erklärt gegenüber "BILD":

Die erhöhten und auch neuen Gefahren für Museen stellen eine zusätzliche Herausforderung für den Erhalt des Kulturgutes dar. Wenn die Bedrohungslage erhalten bleibt, droht ein Szenario, in dem immer mehr Werke zukünftig verglast werden, Gemälde und Skulpturen nur noch mit mehr Abstand betrachtet werden können und zusätzliches Sicherheitspersonal erforderlich wird.

Welche weiteren Folgen die "Letzte Generation"-Aktion hatte, verraten wir euch im Video.

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