Die letzten Atemzüge: An diesen Anzeichen kann man erkennen, ob jemand im Sterben liegt

Jeder Tod ist unterschiedlich und so hat auch der Vorgang des Sterbens seine ganz individuellen Züge. Doch es gibt Anzeichen, an denen man ausmachen kann, dass das Ende eines Lebens naht.

Die letzten Atemzüge: An diesen Anzeichen kann man erkennen, ob jemand im Sterben liegt
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Die letzten Atemzüge: An diesen Anzeichen kann man erkennen, ob jemand im Sterben liegt

Wie kann man erkennen, dass jemand im Sterben liegt? Während die Wissenschaft mittlerweile davon ausgeht, dass wir unseren Tod bewusst wahrnehmen, und bereits ziemlich genau weiß, was mit dem Körper nach dem Tod passiert, bleibt der Tod für die Lebenden weiterhin unbegreiflich.

Sogar Google scheint bald den Zeitpunkt des Todes berechnen zu können. Doch nichts geht über die Hilfe von Menschen, die einem bis zum letzten Atemzug beistehen. Sterbebegleiterin Katrina Taee weiß, wie schwierig es für Angehörige sein kann, mitanzusehen, wenn eine geliebte Person stirbt.

Den Sterbeprozess erkennen und verstehen

Nachdem sie ihre eigene Mutter beim Tod begleitet hat, beschließt sie, auf ihrem Blog eine Liste zu erstellen, mit der es anderen leichter fallen kann, den nahenden Tod zu verstehen und zu erkennen, um richtig zu reagieren.

Ausgenommen natürlich, wenn jemand einen plötzlichen oder traumatischen Tod erleidet. Diese Anzeichen haben sich durch die Erfahrungen aus der Sterbebegleitung herausgezeichnet - wie der britische Mirror hervorhebt. Sie sprechen von der Erfahrung und sind in keinem medizinischen Handbuch zu finden.

Erfahrungen aus der Sterbebegleitung zeigen, dass es Anzeichen des nahenden Todes gibt.  sittithat tangwitthayaphum@Getty Images

Anzeichen eines nahenden Todes

  • Appetit nimmt ab

Naht das Lebensende, dann benötigt der Körper weniger Energie. Das zeigt sich daran, dass Sterbende weniger bis gar kein Hungergefühl mehr haben. Am Ende wird oftmals Nahrungsaufnahme komplett verweigert.

Für Familienmitglieder ist dies besonders schwer mitanzusehen, da die Angst aufkommt, sie könnten verhungern. Zudem kann man durch das Füttern Liebe und Fürsorge ausdrücken.

Beim nahenden Tod konzentriert der Körper seine Energie auf Herzschlag und Atmung. Auch kann zu diesem Zeitpunkt bereits das Verdauungssystem abgeschaltet sein.

  • Verändertes Aussehen

Im Sterben liegende Personen bekommen einen veränderten Teint. Dieser reicht von blass bis weiß, bläulich oder sogar gelb. Die Augen können gläsern milchig werden und Angehörige sind oftmals beunruhigt durch den reaktionslosen, starren Blick. Andere wiederum halten die Augen nur mehr geschlossen.

Auch die Gliedmaßen verändern sich, können sich heiß oder kalt anfühlen und Nägel sind durch die abnehmende Durchblutung durch die Verlangsamung des Herzschlages meist bläulich verfärbt.

Zudem können Schwellungen auftreten, da sich Flüssigkeiten anstauen. Auch die Haut fühlt sich meist ganz anders an, kann ungewöhnlich straff und klebrig sein. Auch dies ist darauf zurückzuführen, dass die Funktionen der Organe sich einstellen.

  • Das "Todesröcheln"

Solange der Mensch noch atmet, lebt er. Doch kann auch das Atmen einen Aufschluss darüber geben, wo auf dem Weg des Todes sich die Sterbenden befinden. Die Atemzüge verändern sich, werden schwerer und geräuschvoller, manchmal sogar richtig keuchend.

Dieses geräuschvolle Atmen nennt man "Todesröcheln" - dabei rollt Schleim oder ähnliches in der Luftröhre hin und her. Dies stört die Patienten nicht, da sie in diesem Zustand meist nicht mehr ansprechbar sind oder tief schlafen.

Kurz vor dem Tod werden die Atemzüge langsamer und leichter. Eine gewisse Ruhe beginnt sich einzustellen. Daher spricht man oft auch von friedlichem Einschlafen.

  • Plötzliche Unruhe und Visionen

Kurz vor dem Ende kommt es manchmal auch zu einer plötzlichen Unruhe. Das kann sich in den Händen zeigen, die nach etwas tasten oder ineinander verstricken, Arme werden ausgestreckt, als ob sie sich noch einmal erheben wollen.

Dies tritt nicht immer auf, kann sich aber um eine ganz natürliche Phase beim Sterbeprozess handeln. Andere hingegen haben plötzlich Visionen, sprechen vom Verreisen, sie wollen heimgehen. Dies kann durch den Mangel an Essen und Trinken ausgelöst werden.

  • Der "Lazarus-Moment"

Dieses Anzeichen des nahenden Todes wird mit dem biblischen Bild des Lazarus benannt. Dabei werden plötzlich Patienten wieder ansprechbar und kommunizieren, setzen sich auf etc., die zuvor nur geschlafen haben.

Sterbebegleiterin Katrina Taee beschreibt dies als Energieschub ein oder zwei Tage vor dem Tod. Familienmitglieder schöpfen hier meist falsche Hoffnung, doch bleibt dieser Moment meist als schöne Erinnerung zurück.