Archäologie: Verlorene Autobahnen wurden auf der arabischen Halbinsel entdeckt (Fotos)

Archäolog:innen der University of Western Autralia haben Graballeen entdeckt, die von den Bewohner:innen der arabischen Halbinsel während der Bronzezeit gebaut wurden.

Das ist eine Entdeckung, die eine Zeitreise in die Vergangenheit bedeutet. Genau genommen in die Bronzezeit, also in die Zeit von ca. 2700 bis 900 v. Chr.

Ein Team australischer Archäolog:innen unter der Leitung von Dr. Mathew Dalton entdeckte lange Korridore zwischen Oasen und Weiden, die von Tausenden von aufwendig gestalteten Grabdenkmälern gesäumt waren - Autobahnen aus der Antike.

Eine Entdeckung, die unseren Blick auf diese Zeit verändern könnte

Die in der wissenschaftlichen Zeitschrift The Holocene veröffentlichte Arbeit zeigt, dass die Menschen auf der arabischen Halbinsel sozial und wirtschaftlich viel stärker vernetzt waren, als wir bisher angenommen haben. Dr. Dalton fasst zusammen:

Die Begräbnisalleen waren die wichtigsten Autobahnen der damaligen Zeit.

Erst vor wenigen Wochen entdeckten Archäolog:innen ägyptische Mumien mit Goldzungen. Das Team der Universität nutzte Satellitenbilder, Luftaufnahmen, Bodenbewertungen und Ausgrabungen.

Dies alles, um diese Grabstraßen in einem 160.000 Quadratkilometer großen Gebiet zu lokalisieren und zu analysieren. Insgesamt wurden fast 11.000 Gräber erfasst, die zum Teil diese Gräberstraßen bildeten. Dr. Dalton erklärt abschließend:

Die große Anzahl von Gräbern aus der Bronzezeit, die um diese Alleen herum gebaut wurden, deutet darauf hin, dass die Menschen zu dieser Zeit bereits begonnen hatten, sich dauerhafter an diesen günstigen Orten niederzulassen.
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