WM 2018: So grausam geht Putin jetzt gegen Tiere vor
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WM 2018 in Russland: Säuberungsaktionen von Tieren im Gange

Von Fred Eilig
Letzte Änderung

Dass die nächste Fußballweltmeisterschaft in Russland stattfindet, weiß jeder Sportfan. Was viele jedoch nicht wissen: Um das Stadtbild der Austragungsorte zu „bereinigen“, findet dort im Augenblick eine fragwürdige „Säuberungsaktion“ gegen herrenlose Hunde und Katzen statt. Das haben russische Tierschutzorganisationen vermeldet.

Vergiftung von Tieren in Russland

In den elf Städten, in denen 2018 die Fußball-WM stattfindet, wird herrenlosen Hunden und Katzen zurzeit der Garaus gemacht. Laut Angaben verschiedener Tierschutzorganisationen werden die wild lebenden Tiere in Moskau, Sankt Petersburg, Sotschi und Co. nämlich vergiftet!

Tierschützer laufen Sturm

Das ist eine grausame und unfassbare Folge des in Russland in ein paar Monaten stattfindenden Sport-Events. Die „Säuberungsaktion“ schockiert Tierfreunde und Tierschützer in Russland und darüber hinaus. Am 26. Januar hat die französische Tierschutzorganisation 30 Millions d’Amis einen offenen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet, in dem sie ihn auffordert, diese Massaker zu beenden. Und Reha Hutin, ihre Vorsitzende, hat beim russischen Botschafter auch diesbezüglich vorgesprochen. Bislang ohne Erfolg.

„Das grausame Abschlachten Tausender Tiere unter fraglichen Umständen ist einem Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft nicht würdig. Ich dulde es nicht, dass solche Praktiken ein internationales Sport-Event dieser Größe derart stigmatisieren.“

1,5 Millionen Euro für „Säuberungsaktion“

Das offizielle Vergiftungsprogramm wurde vor ein paar Monaten vom amtierenden Sportminister und ehemaligen Präsidenten des russischen Fußballverbandes, Witali Mutko, lanciert. Russland hat für diese Säuberungsaktion gegen streunende Hunde und Katzen 1,5 Millionen Euro investiert! Es werden Tierfänger engagiert, die Giftköder auslegen, und Prämien für vergiftete Tiere ausbezahlt. Nun wird gemunkelt, dass dieses einträgliche Geschäft so weit geht, dass gar zu eifrige Tierjäger sogar Haustiere vergiften, die sehr wohl Besitzer haben, nur um mehr Prämien einzukassieren.

Da hat Russland doch tatsächlich 1,5 Millionen Euro ausgegeben, um unschuldige Tiere zu vergiften, anstatt sie einfangen und kastrieren zu lassen! Herrenlose Tiere sind dem einstigen Land der Zare ganz offensichtlich ein Dorn im Auge.

Die FIFA hält sich zurück

Und die Reaktion der FIFA auf das Ganze macht die Sache auch nicht besser. Ihre Antwort an die Tierschutzvereinigungen lautet nur knapp und bündig: „Wir haben zahlreiche Briefe bekommen und wir haben sie zur Kenntnis genommen. Doch wir haben so viel zu tun, dass wir Ihnen leider nicht helfen können. Wir bedauern das sehr und bitten um Verständnis.“ Ganz offensichtlich kommt der Tierschutz angesichts der wirtschaftlichen Interessen eines Events wie der Fußballweltmeisterschaft an allerletzter Stelle.


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