Wie viel musst du wirklich verdienen, um im Alter nicht arm zu sein

Viele Deutsche sorgen sich um ihre finanzielle Sicherheit im Ruhestand. Doch welches Einkommen schützt tatsächlich vor Altersarmut, und wie hoch muss der Stundenlohn dafür sein? Dieser Artikel gibt Ihnen einen aktuellen Überblick über Zahlen, Hintergründe und Lösungsansätze.

Wie viel musst du wirklich verdienen, um im Alter nicht arm zu sein
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Wie viel musst du wirklich verdienen, um im Alter nicht arm zu sein
Die größten Wahrsager aller Zeiten und ihre wichtigsten Prophezeiungen

Rente ist in Deutschland für Millionen Menschen ein echtes Herzensthema. Aber reicht das Geld im Alter wirklich, wenn man 45 Jahre voll arbeitet? Wer den Überblick behalten und vorsorgen will, sollte wissen: Welcher Stundenlohn schützt vor Altersarmut?

Wieviel Stundenlohn ist nötig für eine sorgenfreie Rente

Das Bundesarbeitsministerium hat kürzlich vorgelegt: Für eine Monatsrente oberhalb der aktuellen Armutsgrenze in Deutschland ist ein ziemlich klarer Stundenlohn nötig. Genau genommen, müsste eine arbeitende Person 45 Jahre in Vollzeit arbeiten und dabei stets rund 20 Euro brutto je Stunde verdienen. Das entspricht einer gesetzlichen Rente von etwa 1.381 Euro monatlich – dem aktuellen Schwellenwert für das Armutsrisiko bei Alleinstehenden. Eine echte Ansage, oder?

Weniger verdient? Es hat direkte Folgen: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Durchschnitt 16 Euro pro Stunde erhalten, kommen nach ebendiesen 45 Arbeitsjahren auf etwa 1.200 Euro gesetzliche Rente monatlich. Wer mehr will, zum Beispiel 1.500 Euro, muss die Schwelle von 21 Euro brutto überschreiten. Diese Zahlen stammen aus einer offiziellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke. Der Funke-Mediengruppe lagen die Details zuerst vor.

Die Realität in Deutschland sieht anders aus

Die Statistik zeigt, wie schwierig die Lage tatsächlich ist: Im April 2025 lag laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Beschäftigten mit weniger als 20 Euro Stundenlohn bei 18,9 Millionen. Für diejenigen mit weniger als 16 Euro pro Stunde – immerhin 11,4 Millionen Arbeitnehmer. Wer mehr als 22 Euro die Stunde verdient? Das schaffen nur rund 9 Millionen Menschen. Das bedeutet: Die Mehrheit in Deutschland versteht es praktisch gar nicht, mit legaler Rente oberhalb der Armutsschwelle zu rechnen, trotz 45 Jahren voller Erwerbstätigkeit.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums betont allerdings:

"Der Schwellenwert für das Armutsrisiko ist ein statistischer Referenzwert."

Er sei "maßgeblich das Nettoäquivalenzeinkommen", in das auch weitere Einnahmen einfließen – die gesetzliche Rente ist eben nur ein Teil des Ganzen. Häufig gibt es Zusatzrenten, betriebliche Altersvorsorge, Eigenleistungen oder Partnerinnen und Partner mit Einkommen, die die finanzielle Lage im Alter aufbessern.

Warum private Vorsorge und bessere Mindestlöhne entscheidend sind

Dietmar Bartsch, ehemaliger Fraktionschef der Linken, geht mit der Regierung in die Offensive:

„Der gesetzliche Mindestlohn reicht hinten und vorne nicht aus, um im Alter ausreichend abgesichert zu sein.“

Viele Beschäftigte steuern – selbst nach jahrzehntelanger Vollzeit – direkt auf Altersarmut hin, so die Kritik. Bartsch fordert deutlich:

"Wer in Vollzeit arbeitet, darf im Alter nicht auf Hartz IV angewiesen sein."

Die Linke sieht den niedrigen Mindestlohn als einen Hauptgrund für das Rentenproblem in Deutschland.

Noch etwas fällt auf: Die Rechnung des Ministeriums orientiert sich an festen und konstanten Stundenlöhnen, berücksichtigt aber keine Regionen und keine Schwankungen im Laufe eines Lebens. Obendrein sind regionale Unterschiede bei Miete und Lebenshaltung enorm, was die reale Kaufkraft der Rente stark beeinflussen kann.

Die Fachleute betonen deshalb immer wieder, wie wichtig private Vorsorge und zusätzliche Ersparnisse sind. Gerade die betriebliche Altersvorsorge, eigene Rücklagen oder Investitionen sorgen dafür, dass nicht allein die gesetzliche Rente über Wohlstand oder Armut im letzten Lebensdrittel entscheidet.

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Verwendete Quelle:
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