Jetzt doch: Neue Nutzungsbedingungen von WhatsApp

What's App tut uns allen viele gute Dienste. Und das dazu meist völlig kostenlos. Zwar werden für uns nicht etwa die Kosten steigen, aber trotzdem kommen einige Änderungen auf uns zu. Was bedeutet das konkret für uns?

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WhatsApp ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Ganz abgesehen von der Verwendung der App im beruflichen Umfeld, erfreut sie Familien und vor allem auch ältere Menschen, die ihre Lieben in Corona-Zeiten weniger als zuvor gesehen haben.

Bist du einverstanden?

Schon zu Jahresanfang 2021 sind die neuen Nutzungsbedingungen für den Messenger WhatsApp im Gespräch gewesen, dann aber wieder verschoben worden. Der neue Stichtag, bis zu dem du den neuen Nutzungsbedingungen zustimmen solltest, ist der 15. Mai, der Tag steht also unmittelbar vor der Tür.

Misstraust du diesen Änderungen und klickst die beim Start der App auftauchende Anfrage hartnäckig weg, werden dir dann in den nächsten Wochen nach und nach verschiedene Funktionen erschwert und letztlich ganz verweigert. Eine erste kleine Schikane wird sein, dass die Anfrage permanent erscheint, womit die App dann nahezu unbrauchbar werden wird. Im nächsten Schritt wird dir dann der Zugriff auf Chats untersagt, im darauffolgenden wirst du keine Nachrichten und Anrufe mehr erhalten können.

Was steckt hinter diesen neuen Nutzungsbedingungen?

Wie dir wohl klar geworden ist, bringt es nichts, den neuen Nutzungsbedingungen nicht zuzustimmen, wenn du weiterhin WhatsApp nutzen möchtest. Stimmst du zu, fallen zwar keine Kosten für dich an, WhatsApp wird aber an seinen Kunden besser verdienen können. Wie funktioniert das?

Facebook hat WhatsApp im Jahr 2014 für 22 Milliarden Dollar (etwa 18 Milliarden Euro) übernommen. Dass das eine Wohltätigkeitsveranstaltung gewesen ist, wird wohl niemand ernsthaft behaupten. Facebook möchte jetzt mehr Kapital aus WhatsApp schlagen. Du wirst die App als Privatperson aber weiter wie bisher nutzen können und kostenlos mit Freunden und der Familie quatschen können.

Denn die neuen Nutzungsbedingungen zielen nicht auf die private Nutzung der App ab. Facebook schwebt hier vielmehr vor, besser mit den Unternehmen ins Geschäft zu kommen, für die WhatsApp ein wichtiger Teil ihrer internen und externen Kommunikation darstellt.

Nicht alle Daten sind von Interesse

Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass WhatsApp Geld verdienen möchte, wenn Unternehmen mit ihren Kunden über WhatsApp kommunizieren - dein Gespräch mit Oma ist nicht von Interesse. WhatsApp hat zudem wiederholt bekundet, die persönlichen Daten ihrer Nutzer nicht weiterzugeben, nicht einmal an Facebook.

Da es sich bei WhatsApp um eine sehr praktische Anwendung handelt, deren Verlust viele schmerzen wird, werden dann wohl die meisten noch schnell den neuen Nutzungsbedingungen zustimmen. Man kann es ihnen nicht übelnehmen. Ansonsten ist Signal vielleicht eine Alternative für dich.