Ein heftiger Sonnensturm rast auf die Erde zu
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Ein heftiger Sonnensturm rast auf die Erde zu

Die National Oceanic and Atmospheric Observation Agency schlägt Alarm: Ein Sonnensturm wirkt bald auf die Erde ein. Ein solches Phänomen könnte drastische Auswirkungen haben: Störungen für GPS-Signale, Radiowellen und sonstige elektrische Netze.

Alle Mann in Deckung! Die Erde könnte von einer Katastrophe heimgesucht werden: Einem Sonnensturm. Doch keine Panik: Das Phänomen ist viel harmloser, als es aussieht.

Die National Oceanic and Atmospheric Agency aus den USA hat eine Warnung ausgesprochen. Die Behörde hat das Naturphänomen entdeckt. Es handelt sich um eine Sonneneruption der Kategorie C. Insgesamt gibt es 5 Level: A, B, C, M und X. Obwohl sich also um den mittleren Grad handelt, handelt es sich um moderate Bedingungen.

Außerdem haben die Forscher einen koronalen Massenauswurf konstatiert. Nach einer Sonneneruption findet das oft statt. So werden elektromagnetische Strahlen ausgestoßen, einige davon steuern direkt auf die Erde zu.

Möglicherweise problematische Konsequenzen

Beide Phänome könnten negative Auswirkungen auf das menschliche Treiben auf der Erde haben. So werden GPS-Signale zum Beispiel nicht mehr problemlos übertragen werden können. Dabei hängt unsere Fortbewegung stark davon ab. Der Sonnensturm und der koronale Massenauswurf könnten das GPS-System massiv beeinträchtigen. Denn die elektromagnetischen Strahlen könnten die Kommunikation zwischen den Satelliten im Orbit und den Empfängern auf der Erde stören.

Außerdem könnten auch Radiosignale bei einer Frequenz von weniger als 30 MHz davon betroffen sein. Diese Signale sind besonders für die Kommunikation zwischen Rettungsdiensten wichtig. Schon einmal war sie beeinträchtigt, im Oktober und November 2003, als Magnetstürme die Fluggesellschaften zwangen, aufgrund der schwachen Kommunikation die Routen ihrer Flugzeuge zu ändern.

Und auch die elektrischen Netzwerke könnten blockiert werden. Ein Magnetsturm dämmt den Strom ein, es kann zu Überspannungen kommen. Die Forscher versichern dennoch: Die Intensität der Sonneneruption ist nur moderat, die Einschränkungen sollten also überschaubar sein. Und nicht vergessen: Sonnenstürme haben nicht nur negative Folgen! Im Gegenteil, sie lösen ein mysteriöses und magisch anmutendes Phänomen aus: Das Polarlicht.

Magie statt Ärger

Diese Lichtfester sind oft das Ergebnis von Solarwinden, doch die Intensität ist bei einem koronalen Massenauswurf viel höher. Wenn man das Polarlicht jedoch sehen will, muss man über den 65. Breitengrad reisen. Das heißt: Wer im Norden Kanadas, in Alaska oder in Sibirien unterwegs ist, kann sich das Naturspektakel ansehen. Auch in der Antarktis hat man gute Aussichten.

Von Fred Eilig
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