Russische U-Boote im Nordatlantik machen die Nato nervös

Russische U-Boote im Nordatlantik machen die Nato nervös

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigt sich angesichts der zunehmenden Aktivitäten russischer U-Boote im Nordatlantik besorgt. Besonders brisant: Die U-Boote kommen wichtigen Unterseekabeln bedrohlich nahe.

Die russische U-Boot-Flotte, die lange als veraltet galt, hat in den vergangenen Jahren massiv aufgerüstet. Laut der New York Times besitzt Russland etwa 45 U-Boote, von denen seit 2014 dreizehn neu gebaut oder generalüberholt worden sind. Bis 2020 will Russland offenbar weitere 54 moderne Kampf-U-Boote anschaffen.

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Zuletzt haben sich russische U-Boote Unterseekabeln genähert, die Europa und die USA verbinden. Diese Kabel sind für das globale Internet und die Weltwirtschaft von zentraler Bedeutung. Dementsprechend alarmiert gibt sich die Nato: „Russland zeigt klar ein Interesse an der Unterwasser-Infrastruktur der Nato und Nato-Länder“ (Nato-Kommandeur Andrew Lennon). Ein Kappen der Kabel würde einen guten Teil der Internetkommunikation lahm legen. Ein Anzapfen hingegen würde bedeuten, dass Russland Zugriff auf sensible Daten bekäme.

Seit Jahren setzt Russland auf eine Aufrüstungs- und Verteidigungsstrategie, die auch vor einer offenen Konfrontation mit Nato-Ländern nicht zurückschreckt. Putins militärische Einmischung in den Syrien-Krieg macht deutlich, dass der russische Präsident keineswegs davor zurückschreckt, sich in fremdes Kriegsgeschehen einzubringen, wenn er sich davon strategische Vorteile verspricht.

Fred Eilig
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