"Israel hat genug reagiert": Donald Trump ruft Netanjahu zur Zurückhaltung auf
Nach iranischen Raketenangriffen auf Israel sorgt ein Anruf von Donald Trump für Wirbel. Setzt der US-Präsident tatsächlich auf Zurückhaltung statt auf Gegenschlag?
Wieder einmal erschüttert Gewalt den Nahen Osten – am Sonntagabend flogen plötzlich erneut mehrere Raketen aus dem Iran Richtung Israel. Und während die Welt den Atem anhält, greift Donald Trump zum Hörer. Laut mehreren Medienberichten soll der US-Präsident Israels Premier Benjamin Netanjahu dazu gedrängt haben, lieber nicht zu reagieren: Keine weiteren Gegenschläge, zumindest nicht jetzt. Trumps Worte: "Israel hat genug reagiert", wie der israelische Sender Kan berichtet. Wie passt das ins aktuelle Bild der Lage? Die Situation führt zurück zu den immer wieder aufflammenden Spannungen in der Region, in der sich seit Jahren eine komplexe Dynamik zwischen Israel, dem Iran und anderen Akteuren entfaltet. Die jüngsten Raketenangriffe markieren eine weitere Eskalationsstufe.
Iran greift wieder an: Abgewehrt – aber wie lange noch?
Es war das erste Mal seit zwei Monaten, dass Iran wieder Raketen auf Israel abgefeuert hat. Nach offiziellen Angaben der israelischen Streitkräfte wurden dabei alle Raketen der ersten Angriffswellen erfolgreich abgefangen. Weitere Angriffe wurden ebenfalls früh erkannt und die Luftabwehr war im Dauereinsatz. Die Lage blieb angespannt, niemand wusste am Abend, wie Israel reagieren würde. Erstmal bleibt aus Jerusalem alles ruhig, zumindest nach außen. Laut den Medien Axios und Fox News hatte Donald Trump Netanjahu bereits telefonisch kontaktiert – mit ziemlich klaren Ansagen zur Deeskalation. Die israelischen Behörden erleben in diesen Momenten einen Balanceakt: Einerseits will man Sicherheit zeigen, andererseits nicht in eine größere militärische Konfrontation getrieben werden. Im Hintergrund laufen daher geheime Gespräche und diplomatische Kanäle, um die Situation zu entschärfen.
Trumps Kurs: Diplomatie statt Vergeltung
Donald Trump redet nicht lange um den heißen Brei. Gegenüber Fox News wurde er deutlich:
"Was ich dem Iran raten würde: Ihr habt eure Raketen abgefeuert, das reicht. Kehrt an den Verhandlungstisch zurück und schließt ein Abkommen".
Eine deutliche Botschaft an beide Seiten – Schluss mit dem Säbelrasseln, jetzt seien Gespräche gefragt. Wie lang Trump Verhandlungen mit Teheran für realistisch hält? Seiner Einschätzung nach könnten sie "am Montag, Dienstag oder Mittwoch kommender Woche" abgeschlossen werden. Nicht nur die Politik Israels steht unter Druck – auch Trumps amerikanische Diplomatie wird jetzt genau beobachtet.
Ein weiterer Seitenhieb von Trump betrifft Israels Angriffe im Libanon. "Ich bin nicht erfreut darüber", sagte er über die Luftschläge der vergangenen Tage – eine ungewohnt kritische Bemerkung in Richtung Jerusalem. Ehe der Nahost-Konflikt weiter eskaliert, setzt der US-Präsident also eigene Akzente. Das Weiße Haus selbst hatte zunächst noch nichts Offizielles zu den Telefongesprächen verlauten lassen. Trumps plötzliche Zurückhaltung überrascht angesichts seines sonst harten Kurses in der Region. Doch dieser Schritt könnte auch als diplomatischer Versuch gewertet werden, eine bereits strapazierte Lage zumindest vorerst einzufrieren und die Verhandlungen mit dem Iran zu forcieren. Wie lange die Waffenruhe hält, bleibt dennoch ungewiss – die politische Bühne ist hochgradig volatil.
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Verwendete Quelle:
Donald Trump: Medien: Trump fordert von Israel Verzicht auf Gegenschläge