Putin nach Telefonat mit Trump offen für kurze Waffenruhe

Russlands Präsident und US-Präsident Donald Trump sprechen über eine mögliche Feuerpause im Ukraine-Krieg. Hinter den politischen Kulissen bahnt sich vielleicht etwas an – oder bleibt alles beim Alten?

Putin nach Telefonat mit Trump offen für kurze Waffenruhe
© kremlin.ru
Putin nach Telefonat mit Trump offen für kurze Waffenruhe

Das Telefonat zwischen Wladimir Putin und Donald Trump sorgt international für Aufsehen. Gerade jetzt, da die Fronten im Ukraine-Krieg so verhärtet wie selten wirken, kommt aus dem Kreml ein überraschendes Signal: eine begrenzte Waffenruhe könnte bevorstehen. Die Initiative dafür sei sogar von der russischen Seite ausgegangen, wie Juri Uschakow, Putins Berater für Außenpolitik, erklärte.

„Putin sei bereit zu einer Feuerpause während der Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken.“

Der 9. Mai, an dem Russland traditionell das Ende des Zweiten Weltkriegs feiert, steht also im Fokus eines diplomatischen Neustarts – zumindest für ein paar Tage.

Telefonat mit Signalwirkung: Was hinter dem Vorschlag steckt

Das Gespräch war laut Uschakow „offen und sachlich“. Eine Pause der Kämpfe während der Feierlichkeiten wäre keineswegs eine Premiere: Bereits 2025 hatten die Kriegsparteien für drei Tage die Waffen ruhen lassen. Diesmal könnte ein kurzes Innehalten anlässlich des historischen Datums symbolischen Charakter bekommen – doch die Lage bleibt gespannt. Beide Seiten loten ihre Positionen aus: Während der Kreml seine Kriegsziele erneut bekräftigt, verstärkt die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölinfrastruktur, ein zentraler Hebel im Krieg und für die Finanzierung der russischen Kriegsmaschinerie.

Trumps harsche Einschätzung und die Verhandlungsprobleme

Nach dem Gespräch meldete sich Donald Trump selbst zu Wort. Er beschrieb das Meeting als „lang“ und „gut“ und sagte:

„und ich glaube, er könnte das tun“.

Dennoch schimmert durch, wie schwierig die Friedensverhandlungen bleiben. Auf die Frage, welcher Konflikt wohl eher endet – der in der Ukraine oder der im Iran –, antwortete Trump nur:

„Ich weiß es nicht.“

Besonders markant seine Bewertung zur militärischen Lage der Ukraine:

„Ich glaube, die Ukraine ist militärisch gesehen geschlagen“.

Zudem räumte er ein:

„Ich glaube, einige Leute haben es ihm schwer gemacht, einen Deal zu machen.“

Damit zeichnet Trump ein Bild von internen Hindernissen und einem komplizierten Friedensprozess.

Russlands Sicht und die fortgesetzten Kämpfe

Moskau ließ offiziell wissen, dass Putin im Gespräch mit Trump seine Sicht der Frontlage darlegte und Kiew schwere Terroranschläge auf Zivilisten vorwarf. Gleichzeitig bekräftigte der Kreml, dass man die eigenen Kriegsziele nach wie vor anstrebe, jedoch vorzugsweise am Verhandlungstisch. Seit Monaten werfen sich beide Seiten gegenseitig Vertragsbruch vor. Ein Versuch für eine Feuerpause bei den orthodoxen Osterfeierlichkeiten Mitte April 2026 war gescheitert. Nun liegt die Hoffnung auf einer zumindest kurzfristigen Waffenruhe nahe, doch die Angriffe fordern fast täglich zivile Opfer, zerstören Wohnraum und lebenswichtige Infrastruktur. Die Ukraine wiederum intensiviert gezielte Schläge gegen die russische Ölindustrie, was das Regime in Moskau zunehmend unter Druck setzt.

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