John Ternus at the Apple 50th Anniversary Kickoff (cropped) © Photo by Tessa Bury on Wikimedia Commons — https://commons.wikimedia.org/wiki/File:John_Ternus_at_the_Apple_50th_Anniversary_Kickoff_(cropped).jpg
Veröffentlicht am 03/09/2026 um 12:00 von der Redaktion

So viel verdient der neue Apple-CEO

CEO-Wechsel bringt oft viel Geld und viele Fragen. Seit 1. September steht John Ternus erstmals an der Spitze von Apple. Wie viel lässt sich der Tech-Riese den Führungswechsel kosten – und was bedeutet das für Apple?

Der Wechsel an der Firmenspitze von Apple sorgt schon für Gesprächsstoff. John Ternus ist seit dem 1. September der neue Boss in Cupertino. Nach fast 15 Jahren übergibt Tim Cook an einen Nachfolger, der schon lange im Unternehmen tätig ist. Apple hat die Details der Vergütung seines neuen Chefs an die amerikanische Börsenaufsicht, die SEC, gemeldet. Dabei fallen vor allem die Summen und die Struktur der Bezahlung auf.

John Ternus selbst ist kein unbekanntes Gesicht in der Apple-Welt. Im Unternehmen war er zuvor bereits einige Jahre für die Hardware-Entwicklung verantwortlich und galt als ein enger Vertrauter von Tim Cook. Seine Ernennung wird innerhalb und außerhalb des Konzerns aufmerksam beobachtet, denn die Erwartungen an ihn sind hoch. Schließlich hat Cook das Unternehmen durch entscheidende Jahre geführt und Apple zur wertvollsten Firma der Welt gemacht. Nun ist die Frage, ob Ternus mit seinen Ansichten und seinem Führungsstil daran anknüpfen kann – und ob sich das auf seinen Lohnzettel auswirkt.

Millionen-Gehalt für den neuen Apple-CEO

Als frischer CEO bekommt John Ternus ein festes Jahresgehalt von 3 Millionen US-Dollar. In Euro entspricht das aktuell rund 2,6 Millionen. Dazu kommt für das Geschäftsjahr 2027 ein Paket an Aktienoptionen. Dessen Zielwert liegt laut Apple bei 55 Millionen Dollar – also circa 50 Millionen Euro. Zusammen soll das Ternus im Jahr 2027 etwa 58 Millionen Dollar bringen. Für das laufende Jahr 2026, das er nur teilweise als CEO bestreitet, sind es zusätzlich 2,5 Millionen Dollar an aktienbasierten Leistungen, ebenfalls aufgeteilt und nur anteilig für die Monate im Amt.

Dieses Gehalt ist zwar beeindruckend, aber bei Apple längst keine Ausnahme in der Chefetage. Vielmehr steht dahinter ein durchdachtes System: Das Grundgehalt sichert eine solide Basis, doch der eigentliche „Big Deal“ steckt bei solchen Positionen meist in den Aktienpaketen. Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Unternehmen, bei denen Boni und Prämien häufiger fixer oder weniger stark an die Unternehmensentwicklung geknüpft sind. Für Ternus bedeutet das konkret: Sein tatsächliches Einkommen kann am Ende stark variieren – je nachdem, wie Apple an der Börse dasteht.

Ein interessanter Aspekt ist auch, dass sämtliche Angaben von Apple auf der offiziellen Mitteilung an die SEC beruhen. Dies macht sie nachvollziehbar und prüfbar. Wie sich das Paket aber wirklich auszahlt, hängt an vielen unbekannten Faktoren: Marktumfeld, globale Tech-Trends und wirtschaftliche Schwankungen werden eine große Rolle spielen.

Tim Cook im Vergleich: Mehr Geld, andere Aufteilung

Bei Tim Cook sah die Abrechnung etwas anders aus. Fürs Geschäftsjahr 2025 wies Apple bei ihm insgesamt rund 74,3 Millionen Dollar aus – umgerechnet 64 Millionen Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus einem Grundgehalt von 3 Millionen Dollar, Aktienleistungen von etwa 57,5 Millionen sowie einem leistungsabhängigen Bonus von 12 Millionen Dollar (10,4 Millionen Euro). Hinzu kommen sonstige Vorteile in Höhe von fast 1,8 Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro). Dass die Zahlen so unterschiedlich wirken, liegt auch daran, dass Tim Cook auf rund 15 Jahre als CEO zurückblickt und sich Boni sowie Sonderleistungen im Laufe einer langen Amtszeit ansammeln können.

Ein direkter Vergleich zwischen Ternus und Cook ist deshalb schwierig: Während bei Cook mehrere Vergütungsbestandteile und eine lange Firmengeschichte zum Tragen kommen, sind für Ternus von Apple bisher offiziell nur das Grundgehalt und das Ziel-Aktienpaket für das Jahr 2027 genannt. Die weiteren Bonusanteile und etwaige Zusatzleistungen sind für den neuen CEO also bisher nicht öffentlich einsehbar.

Wechselt ein so großes Unternehmen wie Apple die Leitung, bleibt die Öffentlichkeit besonders aufmerksam – schließlich steht mit Ternus jemand an der Spitze, der in eine große Fußstapfen tritt. Die deutlichen Differenzen beim Vergütungspaket könnten langfristig kleiner oder größer ausfallen, abhängig davon, wie Ternus den Tech-Konzern durch die kommenden Jahre führt.

Aktionen nur teilweise garantiert – was steckt dahinter?

Doch das viele Geld landet nicht automatisch auf Ternus’ Konto. Wie auch schon beim Vorgänger ist die Auszahlung der Aktienpakete an Bedingungen geknüpft. „Nicht garantiert“ – das macht Apple klar. Ganze 75 Prozent des Aktienpakets 2027 sind an die Entwicklung des Unternehmens im Vergleich zum S&P 500 gekoppelt: Schlägt Apple den Markt, gibt es den vollen Bonus; schneidet die Aktie schlechter ab, wird der Anteil gekürzt. Die restlichen 25 Prozent werden über vier Jahre in halbjährlichen Raten ausgezahlt, ganz unabhängig vom Erfolg der Firma. Das bedeutet: Wie viel John Ternus am Ende wirklich mitnimmt, hängt maßgeblich von Apples Börsenleistung in den kommenden Jahren ab.

Diese Aufteilung der Aktienpakete ist im Silicon Valley nicht ungewöhnlich, bei Apple aber besonders detailliert geregelt. Für Ternus heißt das: Er muss Ergebnisse liefern, um das Maximum aus dem Optionspaket zu holen. Die Halbjahresraten der 25 Prozent, die unabhängig vom Börsenwert ausgeschüttet werden, sorgen dafür, dass ein gewisser finanzieller Anreiz fortbesteht – selbst in schwächeren Marktzeiten. Trotzdem bleibt das Risiko, dass weniger als der maximalen Gegenwert auf seinem Konto landet, falls sich die Apple-Aktie gegen den Trend entwickelt. Investoren und Beobachter blicken deswegen aufmerksam auf die ersten Jahre der neuen Führung.

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John Ternus: So viel verdient der neue Apple-CEO