"Hochansteckend": Diese Krankheit breitet sich wieder vermehrt in Europa aus

Schlechte Neuigkeiten aus Österreich – dort warnen Gesundheitsexperten von einer deutlichen Zunahme einer altbekannten Krankheit. Doch nicht nur dort ...

Krankheit, Pandemie, Corona, Österreich, Dänemark, Keuchhusten, Deutschland
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Ärzte in Österreich rechnen mit einer schlimmen Krankheitswelle. Die Rede ist von einem hochansteckenden Husten, die Fallzahlen steigen bereits: Keuchhusten ist wieder auf dem Vormarsch.

Keuchhusten: Vor allem für Säuglinge gefährlich

Die Pertussis, besser bekannt unter dem Namen Keuchhusten, trifft häufig vor allem Kinder im (Vor-) Schulalter auf. Doch auch Säuglinge können schnell betroffen sein, da die Krankheit hochansteckend ist. Und insbesondere für Letztere ist die Infektion gefährlich, wie der Kinder- und Jugendarzt Hans-Jürgen Dornbusch im Gespräch mit Heute erklärt:

Unbehandelt ist die Erkrankung lange hochansteckend, diese Zeit ist vor allem für Säuglinge besonders gefährlich. Der stakkatoartige Husten geht bei Säuglingen meistens mit ganz dramatischer Atemnot einher und führt leider auch in einem von tausend Fällen zum Tod.

Bester Schutz vor Erkrankung: regelmäßig impfen lassen

Wie der Grazer weiterhin schildert, sei es daher wichtig, auf einen dauerhaften Impfschutz zu achten. Selbst die Grundimmunisierung nach einer Keuchhusten-Erkrankung halte nicht ewig vor – im Schnitt nur etwa fünf Jahre. Zudem hätten viele die regelmäßige Auffrischung aufgrund der vorangegangenen Pandemie schlicht vergessen:

Die Impfraten waren schon vor der Corona-Pandemie zu niedrig, während der Pandemie sind sie jedoch noch weiter abgesunken. Vor allem die Auffrischungsimpfungen im Schulalter haben sehr gelitten.

Dem stimmt auch Rudolf Schmitzberger, Kinderarzt aus Wien, im Gespräch mit Heute zu:

Einerseits wurde Pandemie-bedingt auf Auffrischungsimpfungen vergessen, andererseits fehlt oft grundsätzlich das Wissen, dass die Schutzimpfung gegen Keuchhusten überhaupt aufgefrischt werden muss.

Fallzahlen steigen – nicht nur in Österreich

In Österreich beobachten Mediziner:innen derzeit ansteigende Zahlen, sie rechnen aktuell mit rund 2 700 Fällen von Keuchhusten. Das sei bereits mehr als in den Jahren vor der Corona-Pandemie, die Europa vor allem ab 2020 endgültig in Atem hielt.

Doch nicht nur Österreich meldet steigende Krankheitszahlen. In Dänemark meldeten Behörden Ende 2023, dass es vermehrte Keuchhusten-Fälle gegeben habe – die Zahlen reichten sogar dafür aus, dass von einer Epidemie gesprochen werden musste. Und auch das RKI in Deutschland ging in seinen Berichten von einem Anstieg der Infektionen aus.

Bürger angehalten, sich impfen zu lassen

Mediziner und Behörden appellieren daher an die Bürger:innen, ihren Impfstatus zu prüfen und gegebenenfalls eine Auffrischung vorzunehmen. Dabei handelt es sich um eine 3-fach-Kombinationsimpfung gegen Keuchhusten, Diphterie und Tetanus – einen Einzelimpfstoff gegen Keuchhusten gibt es aktuell nicht.

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Verwendete Quellen:

Heute: Ärzte schlagen Alarm: "Hochansteckend" – diese Husten-Fälle nehmen massiv zu

Frankfurter Rundschau: Epidemie in deutschem Nachbarland: Zahlreiche Keuchhusten-Infektionen gemeldet

PTAForum: Pertussis: Mehr Keuchhusten-Fälle nach Corona-Pandemie

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