„Gefährlich“: Was Amerika wirklich über Donald Trump denkt
Eine neue Umfrage zeigt: Donald Trump bekommt von der US-Bevölkerung ein drastisches Urteil. Womit verbinden ihn die Menschen, und was bedeutet das für seinen Rückhalt?
Das Bild des US-Präsidenten ist deutlicher denn je: Etwa anderthalb Jahre nach Beginn seiner zweiten Amtszeit klebt Donald Trump ein Label an, das jedem Politiker Kopfzerbrechen bereiten würde. Die Die aktuelle YouGov-Umfrage macht klar, wie polarisiert das Land bleibt – viele sehen in Trump vor allem eines: «gefährlich». Doch steckt hinter dem Absturz seiner Beliebtheitswerte mehr als nur eine Momentaufnahme?
Mehrheit der Amerikaner sieht Donald Trump kritisch
Rund 18 Monate nach Donald Trumps Einzug ins Oval Office für seine zweite Amtszeit wollten die Meinungsforscher von YouGov wissen: Was kommt den US-Bürgern als erstes in den Sinn, wenn der Name Trump fällt? Die Antwort: Über die Hälfte der Befragten nennt den Begriff „gefährlich“. Auffällig ist, dass auch andere negative Zuschreibungen auftauchen – Worte wie „korrupt“, „rassistisch“ oder „realitätsfern“ fallen häufig. Für Donald Trump sind das alles andere als schmeichelhafte Assoziationen, zumal sich sein aktueller „Netto-Zustimmungswert“ laut Umfrage auf einem Tiefstand befindet:
„deutlich unter den Werten, die er zum vergleichbaren Zeitpunkt seiner ersten Amtszeit erreichte“.
Diese negative Wahrnehmung spiegelt eine wachsende Unzufriedenheit wider, die auch in der politischen Debatte sichtbar wird. Politische Entscheidungen, die Trumps zweite Amtszeit prägen, treffen vielerorts auf Kritik – insbesondere im Bereich der Migrationspolitik, wo seine Haltung als unmenschlich und spaltend empfunden wird. Diese Polarisierung belastet nicht nur das öffentliche Bild, sondern sorgt auch für Verwerfungen innerhalb der amerikanischen Gesellschaft.
Positive Stimmen und Spaltung im Land
Es gibt sie nach wie vor: Die Stimmen, die dem amtierenden Präsidenten etwas abgewinnen können. Einige Umfrageteilnehmer bezeichnen Trump als „ehrlich“, „inspirierend“ oder „intelligent“. Doch das Bild ist parteipolitisch massiv verzerrt: Trumps Unterstützer, mehrheitlich aus dem republikanischen Lager, bescheinigen ihm positive Eigenschaften, während die Anhänger der Demokraten äußerst kritisch bleiben. Vor allem in der Migrationspolitik und beim Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen bekommt Trump schlechte Noten. Erst beim Thema Kriminalität schneidet er besser ab: Laut der Umfrage erhält er hier im Vergleich zu anderen Politikfeldern relativ höhere Zustimmungswerte.
Dass Trump öffentlich mit einem Rückgang der Mordrate wirbt und dies als Erfolg seiner Amtsführung darstellt, spaltet die Experten. Das Medium Daily Express verweist zwar auf einen „deutlichen Rückgang der Mordrate in den vergangenen Jahren“, aber Fachleute betonen, dass diese Entwicklung nicht unmittelbar oder ausschließlich auf Trumps Politik zurückzuführen sei. Es zeigt sich, dass die Wahrnehmung seines Einflusses hier differenzierter betrachtet wird. Die Debatte um seine Rolle bei der Kriminalitätsbekämpfung verdeutlicht einmal mehr die komplexe Gemengelage der politischen Meinungen in den USA.
Warnsignal für die nächsten Wahlen?
Die kommenden Zwischenwahlen sind entscheidend – traditionell verliert die Partei des amtierenden Präsidenten Sitze im Kongress. Die aktuell schwachen Umfragewerte sind daher ein Risiko für die Republikaner. Der Datenanalyst Harry Enten von CNN spricht sogar von einem echten Risiko: "Warnsignal". Die Demokraten könnten profitieren, wobei laut Enten ihre Vorsprünge zuletzt niedriger ausfallen als bei vergleichbaren Midterms, bei denen sie siegreich waren. Wie sehr sich die Stimmung bis zu den Zwischenwahlen ändert, bleibt offen. Die Entwicklung der Umfragen wird zeigen, ob Trump das Ruder herumreißen kann – oder ob sich das Image vom „gefährlich“ Präsidenten weiter verfestigt.
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Donald Trump: Das denken die Amerikaner wirklich über den US-Präsidenten