Umfrage: So unbeliebt war Trump noch nie!
Donald Trump erlebt aktuell seinen wohl schwersten Popularitätseinbruch. Warum zieht gerade jetzt so viel Ärger über ihn auf und was bedeutet das für die kommenden US-Wahlen?
Es läuft nicht gut für Donald Trump in Washington. Noch nie zuvor wollten so viele US-Amerikaner nichts mehr mit dem ehemaligen Präsidenten zu tun haben. Zwischenwahlen, wenige Monate vor den wichtigen Midterms, bringt eine neue Umfrage einen echten Schock: Trumps Ablehnung ist auf Rekordniveau gestiegen. Obwohl die Politik in den USA schnelllebig ist, wirken die aktuellen Zahlen fast wie ein Schlag ins Gesicht für ihn – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem Wirtschaft und internationale Krisen größere Sorgen denn je aufwerfen.
RealClearPolitics bestätigt: Trumps Negativrekord ist amtlich
Die Umfrageergebnisse, die aktuell die politische Szene aufrütteln, stammen aus der Zusammenfassung von 16 landesweiten Erhebungen durch das bekannte Meinungsforscherportal RealClearPolitics (RCP). Mit einem Unbeliebtheitswert von satten 58,3 Prozent erreicht Trump die höchste Ablehnung seiner bisherigen Politkarriere. Zum Vergleich: Nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 lag dieser Wert noch bei 57,6 Prozent. Tom Bevan, der Chef von RCP, betont dazu auf X: „höher als nach dem 6. Januar 2021“ – ein bezeichnendes Statement. Sein Zustimmungswert pendelt nur noch bei schwachen 39,8 Prozent. Der bisherige Tiefstwert lag im Vergleich vor Jahren bei 37 Prozent. Es wird für Trump jetzt richtig eng, besonders wenn man an seine einst treue Basis denkt.
Teure Projekte und hohe Preise machen Trump noch unbeliebter
Warum aber stürzt Donald Trump so massiv ab? Vieles hat mit dem Geldbeutel der Menschen vor Ort zu tun. Seit dem Ausbruch des Konflikts mit Iran am 28. Februar 2026 sind die Benzinpreise an den Zapfsäulen regelrecht explodiert – rund 50 Prozent mehr müssen Autofahrer seitdem bezahlen. Die Inflation, die im April 2026 bei 3,8 Prozent und damit so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr lag, verstärkt die Wut vieler Amerikaner. Der amerikanische Politologe Jim Melcher gibt im Gespräch mit BILD zu:
„Anhaltende Probleme mit der Inflation, besonders bei den Ölpreisen, könnten noch mehr Republikaner-Kandidaten nach unten ziehen!”
Doch es sind nicht nur die alltäglichen Kosten, die für Frust sorgen. Kontroversen um Trumps Pläne für einen neuen Ballsaal im Weißen Haus – Kostenpunkt bis zu einer Milliarde Dollar – oder der Gedanke an einen eigenen Triumphbogen, der laut Plan rund 100 Millionen Dollar verschlingen soll, kommen in der Bevölkerung alles andere als gut an. Ein weiteres großes Thema ist die Diskussion um einen milliardenschweren Entschädigungsfonds für sogenannte MAGA-Loyalisten. Hier stehen hohe Summen – 1,8 Milliarden Dollar – im Raum, die allesamt auf Steuerzahlerkosten gehen würden.
Wie wirken sich die aktuellen Umfragen auf die Wahlen aus?
Die aktuelle Stimmungslage scheint bereits ihre Spuren zu hinterlassen – auch für das Rennen im Herbst. In den Umfragen für die bevorstehenden Zwischenwahlen im November 2026 liegen die Demokraten derzeit klar vor den Republikanern. Exakt 48 Prozent der Wahlberechtigten würden laut RCP aktuell demokratisch wählen, nur 41 Prozent geben den Republikanern ihre Stimme. Der Abwärtssog für Trump zieht offenbar das gesamte republikanische Lager mit nach unten. Es bleibt spannend, ob Trump mit neuen Themen doch nochmal die Kurve kriegt oder ob sich der Trend weiter verfestigt.
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